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Die Familie von der Decken : in ihren verschiedenen Verhältnissen dargestellt
Entstehung
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Von diesem soll es, laul Matrikclbuches, an die herr-schaftliche Kammer gefallen, nachher etwa 1692 aberin die Hände des ^ckana Bellas v. Lülo^v übergegangensein.

Letzterer erscheint nun in der That als Eigenthümervon Borstet. Actenmäßig wohnte er dort in den Jahren17651709; seit 1713 aber ein Verwalter. Lülorv warzuletzt nach Essenrode gezogen, wo er am 21sten ?sllr.1719 starb.

Dieser ^.äarn^olla? war als Sohn des Lüneb. Schatz-raths Gllristian v, IZüIorv a. Essenrode und Brunsrodeund der NarAarsts v. Harsir am 18. 1655 geborenund verheirathete sich 1703 mit Ataris. Imeia v. lla^orv.Da diese Ehe indessen kinderlos blieb, so erbte nach seinemTode Borstet sein Halbbruder (aus der 2ten Ehe des Va-ters mit llllsoirors Lopllia v. Lo^rnll) .lollanir Lrvttllsllv. Liklorv a. Brunsrode und Baiernanmburg, Hofrichterzu Wolfenbüttel (geb. 24. llannar 1674, st 6. ^.^r, 1744,seit 1706 vermählt mit Lallins NaZck. Douiss v. Dan-clsLllorK).

Dieser veräußerte Borstet 1737 an den Geh. Justiz-rath Davick (stsorA Osnille.

In den Jahren 17541772 erscheint der Kammer-Sekretair (steorA llollann Denille, vermuthlich ein Sohndes vorigen, als Eigenthümer des Gutes, aber schon anno1777 /VnAnst?Iri1ijz^> Hermann (stalle (viel, .stellarst Po-litischer Staat, Lauenburg 1777; hier wird das GutWen-denborstel" genannt, eine mir sonst nicht aufgestoßene Be-zeichnung), von dem es ans dessen Schwiegersohn, denConsistorialrath Eannnann in Verden, überging, welcheres vor einigen Jahren seinen Erben hinterlassen hat.

Es wird sich jetzt wohl kein oastrum mehr vorfinden.

Daß nicht, wie meine Eingangs gedachten Vorgängerwähnen, ausser dem eben behandelten Borstet auch nochein Gut Borstet im Alten Lande im Besitze der Familiev. ä. Osollon sich befunden habe, dürfte aus nachstehendenGründen zu folgern sein:

1) Das einzige im Matrikelbuche, und zwar im erstenCirkel, vorkommende Gut Vorfiel war ohne Zweifel dasoben beregte, an der Oste in der Börde Selsingen belegene.Die adelichen Güter in dieser Börde gehörten zum ersten

Cirkel. Freilich zählten zu selbigem auch die Güter imAlten Lande. Aber Vorfiel folgt im Matrikclbnche gleichauf Ober-Ochtenhausen, welches ebenfalls in der BördeSelsingen lag, während in solchem Buche die Güter imAlten Lande viel weiter hin am Schlüsse des Güterverzeich-nisses des ersten Cirkels alle zusammen aufgeführt sind.

Hauptsächlich aber giebt der Umstand hier den Aus-schlag, daß im Matrikelbuche gesagt ist, daß das befraglicheBorstet im Besitze der Grafen v. IstooniAsmarll und spä-ter des v. Lülorv gewesen sei, nun aber eines Theiles derRitter Uasollon ausdrücklich bezeugt (viä. oben), daß erBorstet an der Oste von jenen Grafen erworben habe^),anderen Theiles ans mir mitgetheilten Bevener Pfarractenhervorgeht, daß Lülorv gn. in der That Eigenthümer desGutes Borstet an der Oste war.

2) Ich finde nirgend eine urkundliche oder sonst zu-verlässige Andeutung, daß die Familie v. <Z. Dsollsn, na-mentlich Dllornas und sein Sohn ckoaellim von der IltenLinie welche der Feldzeugmeister und General Hisro-nimns speciell als Inhaber bezeichnen ein Gut Borstetim Alten Lande besessen hätten. Worauf diese Herren indieser Hinsicht fußen, wird nicht gesagt. Der von ihnenauch hier wieder herbeigezogene Oberst (stians v. ä. Ooellsnbleibt mir fortwährend gänzlich mysteriös.

3) Allen vorhandenen Nachrichten zu Folge epistirteauch niemals ein Gut Borstet im Alten Lande. (Gonl.stollarkBeschreibung des Alten Landes" in den Annalender Br. Lüneb. Lande, IV. 667 u. 781; v. IVsrsslleBemerkungen zur Geschichte der Marschlande" im NeuenVaterl. Archive cls 1830, 2. pag-. 88 ; (lllristian v. bester-lletllDas Alte Land, Hamburg, 1847.")

4) Lehngüter und für ein solches halten der Feld-zeugm. und der General Liercinimris das hier in Rede 'stehende Borstet waren im Alten Lande gar nicht vor-handen.

9 Die Familie v. KoeniAsinurlr, welche fast in jedem Distrikte desHcrzogthums Bremen sich dann, der verschiedensten Art zu verschaffenreetius meistens zu erschleichen gewußt hatte, fehlte allerdings auch nichtim Alten Lande. Sie besaß dort nicht nur das Gut Kochshof vergl.hierüber die Note zum Gute Bramstcdt, sondern auch wirklich im Kirch-dorfe Borstcl einen Hof, jedoch nur einen gewöhnlichen Banerhof.

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