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0. Ruschbaden (Rusche, Rüsche).
Wahrscheinlich auch ein altes Gut der v. Narräolslolr.Ein Capitain-Lieut. v. Lrsmsi-, der eine v. NaiNsIslobzur Frau hatte, erscheint mir — um 1630 — zuerst alsBesitzer desselben. Dessen Tochter (nicht Schwester, wieNuslrarä sagt), LIisabotli NarAarota v. Li-. (geb. 1640,beerd. 4. Lobr. 1697 als Wittwe) brachte ihrem Ehemanne,Lsvin V. OürinA (Sohn des .lolraon V. I). a. Brobergen),das Gut zu. Selbiges vererbte sich sodann auf dessen Sohn,den Landr. llsinriod -4.clolplr v. OürinA (immatr. 17. Lov.1698), auf dessen Sohn, den Landr. Hermann Obristoplrv. O. (immatr. 29. Na)? 1731) und auf dessen Sohn, denHosger.-Assessor 4odann bdisäriod IVildsiin v. O. (im-matr. 7. 4un)? 1763). Dieser (fl 7. 8opt. 1804) veräu-ßerte das Gut 1778 an deu Hauptm. OoorA Viotor v. Nüller(Schwiegervater des Hofger.-Assessor ^.äolplr Oarlok v.vürinA a. Embsen). Selbiger suchte davon unter dem 22.Na)? 1783 die Reception in die Ritterschaft nach. Er starbaber vor Erledigung dieser Angelegenheit schon am 3. Oot.e. a. Seine Erben verkauften Ruschbaden an einen gewissenNsinr. INI.lanson (Ehemann der spuria Naria V. La-dsltit^), welchen man 1790 im Besitze desselben findet. Ermuß es aber nicht lange nachher wieder veräußert habenund zwar an den Schäfer 4obann Ninried Liters '). Denndieser verkaufte bereits am 28. Oot. 1799 pr. noio. die-ses Gut au den Hauptm. 4c>iramr Ilsiiir. v. Lroso gen.v. «Zuitor a. Etelsen für 1260 Thlr. Damals waren von
0 Nach andern Nachrichten sollen freilich nach bansen und vor Liters<oder zum Theile vielleicht auch nach Mlüller und vor bansen) noch Amts-fchreiber Rnselr, Banmann Lrrbvsn und ein Major v. klöirnburx imOldenburgschen ^ruclutirn eine Zeit lang Eigenthümer von Ruschbaden gewe-sen sein.
den Gutsgebäuden nur noch wenige Reste vorhanden. DerHauptm. v. Lroso hatte den Kauf auch nur deshalb ge-macht, um die auf Ruschbaden ruhende Stimme auf seinGut Etelsen transferiren zu lassen. In der That wurdeer auch schon am 5. Lov. 1800 von Etelsen — welchesbis dahin nicht in der Matrikel gestanden — in die Ritter-schaft recipirt. Hierauf wird er Ruschbaden wieder demfrüheren Besitzer überlassen haben. Denn nicht lauge nach-her erscheint abermals ein Liters, mit Vornamen Linrieb(vermuthlich ein Sohn des obigen 4olranrt Linrieir L.,wenn nicht identisch mit demselben) als Eigenthümer desGutes. Dieser hinterließ es seinem Sohne, llobann Hin-rieb Liters. Als letzterer aber in Concurs gerieth, erstanddaraus — am 27. Lsbr. 1827 — das Gut Ruschbadendie Familie 8/liaLs zu Etelsen, von welcher es dann, etwa1838, der Minister v. 4. IVisolr käuflich acquirirte. Diesertrat es seinem Schwager, dem Major 4oao!ünr Olrristianv. Leimdrueir (geb. 6. ^cpr. 1782, verm. 18. Na)? 1817,26. Nart. 1844, Sohn des Landr. 9oü. Leinr. v. 14.a. Barste u. der Lva Lloonoro ^4rnaiia v. LiiiiMräks)ab, welcher am 30. Nart. 1841 davon die Matrikel erhielt.(Um diese zu erlangen, hatte er aber vorher noch verschie-dene adeliche Ländereien zu dem Gute kaufen müssen, na-mentlich von der Bauerschaft uedderaverbergen 24 in ders. g. Heimburger Forst belegeue Fettweiden, welche früherzum Gute Holzbaden gehört hatten und von dessen Besitzer,dem Major v. NsimizurA veräußert worden worden waren).Jetzt gehört Ruschbaden seinem mit Oatllarina LouissNscireiA v. ci. Wisotr (geb. 14. Ooo. 1786, Tochter desOberst Olii-istian Otto v. ci. IV. a. Rechtebe u. der LorüsoOsrtrncl v. Li-oso gen. v. Hnitsr) erzeugten Sohne, demHann. Bundestagsgesandten Oottlisiz Lrnst ^.nZust v.Noimbrnoli (ai. wieder dem Minister V. Z. IViscb).
In diesem im Amte Freiburg belegeuen Kirchspieleerscheinen in älteren Zeiten viele adeliche Güter nur unterdem allgemeinen Namen „Balje", welche erst später größtenTheils einen andern und eigenthümlichen Namen erhaltenhaben. Diejenigen unter ihnen, welche noch gegenwärtig„Balje" heißen und zugleich im Osoksnschen Besitze sichbefinden, sind folgende:
Balje I. Ein altes Eigenthum der Familie v.Loücvarts. Der Br. Lüneburgsche Hosmarschall ^Ilzi-solrt
9 Balje bedeutet eine Vertiefung, Einsenkung, auch wohl eine Rinne. Eswird diese Benennung in vielen Gegenden gefunden tauch Balge geschrieben),namentlich in Zusammensetzungen. Weiterhin nach Freiburg findet man die„Syl-Balje?? (vi<Z. darüber Gut Oerichsheil).
v. Laolcodorir (fl 1615, Sohn des Magdeburger DomherrnLnäoll v. Laolcodorn a. Staßfurt ^) und der Lolima v.Noplcorlk) erheirathete es mit seiner ersten Gemahlin, Oö-clslo v. 8olrrvarto (Tochter des Otto v. 8. und der Obri-stino v. LIato). Sein Sohn, der Sachs. Lauenb. Hofmar-schall Otto v. LaoLolz. (fl 1624), vererbte das Gut auf
9 Es ist nicht wahrscheinlich, daß dieser Eines Stammes mit den altenDynasten v. Unekeborn in Sachsen war, welche sich „von Gottes Gnaden??und zum Theile „Grafen?? nannten. Wenigstens führte er, in Abweichungvon den Dynasten, welche einen Stern im Wapyenschilde hatten, darin einenschwarzen halben Hund. UebrigcnS sind diese v. HuLlreborn, niedern Adels,sowohl im Preußischen tMagdeburgschen) wie im Kehdingschen ausgestorben,dort um die Mitte des 18ten, hier gegen Ende des 17ten Jahrhunderts. DieDynasten erloschen schon im löten suseulo.
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