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Die Familie von der Decken : in ihren verschiedenen Verhältnissen dargestellt
Entstehung
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Uebersetzt:

Adelheid v. d. Lieth.

v. d. Lieth.

v. d. Lieth.

v. Mandelsloh.

v. Brobergen.

Um wieder auf das vorher berührte Epitaph zurück zukommen, so läßt sich der Umstaud, daß hier mit den Hanpt-Ahneu gegen den sonstigen Gebrauch von unten begon-nen wird, dadurch erklären, daß der untere Theil des hoch-hängenden Epitaphes dem Beschauer zuerst in die Augenfiel. Dem Lieth, als dessen Ehefrau hier eine v. d. Hudeerscheint, hat Mushard eine v. d. Hellen zugetheilt. In-dessen hat Mushard (oder sein Autor) sich Wohl verschrieben,wie er denn oft einiger Maaßen ähnlich klingende Namenconfnndirt. Er hat z. B. mchrfältig Hohnstedt für Hoden-berg, Winterfeld für Winterstedt.

Um 1450 lebte ein Diedrich v. Mandelsloh (Sohndes Cord v. M. und der Catharina v. Freitag), welcher mitElisabeth v. Landsberg vcrheirathet war. Dieses Ehepaarhalte ich für dasjenige, welches auf dem Epitaphe erscheint.Denn dasselbe hatte u. a. auch einen Sohn Eberhard. Daßnun aber der Vater der Ilse v. Mandelsloh (welchen Mus-hard freilich Johann nennt), also der Schwiegervater desMartin (bei Mushard Melchior) v. d. Lieth Eberhard hieß,das bezweifle ich gar nicht und zwar ans folgendem Grunde.Es war in fraglicher Zeit fast ausnahmslose Sitte, daß demerstgebornen Sohne der Name eines seiner Großväter, dererstgebornen Tochter derjenige einer ihrer Großmütter bei-gelegt wurde. Nun hieß der erstgeborne Sohn jenes Mar-

^ v. d. Lieth.^ v. Borg.

^ v. Mandelsloh.! v. Hohnhorst.

. ^ v. Brobergen.

j v. Brobergen. (

! v. d. Hellen.

v. Rathlow.

tin v. d. Lieth und der Ilse v. Mandelsloh Eberhard.Martins Vater hieß aber nicht Eberhard (welcher Name auchbis dahin in der ganzen Liethschen Familie nicht vorkommt).Also muß ein freilich kühn scheinender Schluß derVater dieser Ilse Eberhard geheißen haben. Dieses stimmtdenn auch mit dem oben hervorgehobenen kaoto überein, daßin zutreffender Zeit ein Eberhard v. Mandelsloh exi-stirte, dessen Mutter eine v. Landsberg war. (Diesem Eber-berhard wird freilich ans der mir vorliegenden Stammtafelkeine Hohnhorst, sondern Catharina v. Rottorp zur Fraugegeben; indeß muß hierunter ein Irrthum obwalten, oderEberhard hat 2 Frauen gehabt.)

?. 8. So eben sehe ich erst, daß in der That auchMushard (pnA. 363) als Mutler der Ilse v. Mandelslohgn. eine Hohnhorst aufführt, indeß dabei bleibt, den Mannder letzteren Johann zu nennen.

Uebrigens ist der Leichcnstein der Dorothea v. Schone-beck, verehelichten v. Brobergen, auf welchen ich in dem Ar-tikel über Diterius v. d. Decken Bezug nahm, noch ein be-sonderer, und nicht mit dem im Eingange dieser Notiz dar-gestellten zu verwechseln. Die Ahnen erscheinen indeß aufbeiden in gleicher Weise; nur gehen diejenigen auf demSteine der Dorothea (pu. noch eine Generation weiter hinauf.

<5.

Am 7. Juni 1621 erhielt Georg Pflug, ChurfürstlichSächsischer Hausmarschall in Dresden, vom ChurfürstenJohann Georg von Sachsen folgendes Schreiben:Wirmögen Dir nicht bergen, daß sich unser KammerjunkerEberhard von der Decken mit unserer herzvielgeliebten Ge-mahlin Kammerjnngsern Sabina Russwormin in ein christ-lich Ehegelöbniß eingelassen und sind Wir gnädigst entschlossen,sie beide ans den 24. d. M. nächstkünftig, in UnsermSchlosse allhier, adligem Gebrauche nach, beisetzen (?) zulassen. Wenn Wir denn Dich und Deine Hansfrau beisolcher angestellten hochzeitlichen Ehrenfreud auch gern

sähen, so begehreu Wir gnädigst, Du wollest Dich darnachachten" u. s. w. ' .

(Vehse, Deutsche Höfe, B. 30, xnK. 236.)

Vorstehender Eberhard ist der Sohn des LandrathClaus und der Margarete v. d. Lieth, III. Linie.

Wenn seine Braut hier Kammerjungfer genannt wird,so heißt das, nach jetzigem Sprachgebrauchs, so viel wieKammerfräulein oder Hoffräulein, Hofdame. Den TitelFräulein" erhielten zu damaliger Zeit nur fürstliche oderähnliche Personen.