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üben, sondern anch in ihrem Testamente durch wohlthätigeLegate und Stiftungen viele Menschen nachhaltig erfreuenund sich so auf ewige Zeiten ein gesegnetes Andenken be-wahren zu können.
Dieses Testament datirt vom 5. November 1859 undist am 13. März 1860 eröffnet.
Dasjenige, was uns darin hier vorzüglich interessirt,ist Folgendes:
Es wird zu Gunsten der Familie v. d. Decken eines. g. „Wangenheim-Deckensche Familien-Stiftung" begrün-det. Für dieselbe sind 70000 Thaler Conrant ausgesetzt.
Diese gelangen aber zunächst aä cliss vitas zur Nutz-nießung des Rcgiernngsrathes v. d. Decken auf Melkhof:c., des Bruders und Universal-Erben der tsstatrix.
Nach dessen Tode werden jene 70000 Thaler so langezinslich belegt, bis sie auf 100000 Thaler angewachsen sind.Dann erst wird dieses Capital für die Familie v. d. Deckenergiebig.
Welche Linien und Glieder dieser Familie, und unterwelchen Bedingungen und Voraussetzungen, zunächst zum
Genusse der Stiftung berufen sind, zu welchen Zwecken sievorläufig bestimmt ist, was hinsichtlich der Verwaltung der-selben vorgeschrieben worden :c. :c., das Alles enthalten desSpeciellen die dem Testamente beigefügten
„Statuten der von Johanne Gräfin v. Wangenheim, ge-bornen v. d. Decken, errichteten v. Wangenheim-Deckenschen
Familien-Stiftung"welche man unter den Urkunden finden wird.
Nachdem nun der obengedachte Regiernngsrath am 2.December 1861 mit Tode abgegangen, sind die 70000 Thl.c^n. der Familie überwiesen und in Gemäßheit des tz IXder Statuten die nach Z VIII derselben erforderlichen 3Vorsteher im Jahre 1862 gewählt worden. Solche sind:1. der Ritterschafts-Präsident a. D. Georg Aysford Bnr-chard v. d. Decken (1. Linie), 2. der Kammerrath a. D.Carl Friedrich Clans v. d. Decken (4. Linie), 3. der Amts-assessor Carl Ludwig v. d. Decken (4. Linie).
Auch ist mit der im H XII vorgeschriebenen jährlichenFamilien-Conferenz gleichfalls 1862 in Stade begonnenworden.
Nota ÄK.
Lieutenant Cart Claus v. d. Decken 1833—1864.
(Siehe Seite 77.)
Es hat sich dieser Mann durch seine Reisen in Süd-Afrika einen Weltruf erworben, wie einen solchen kein anderesGlied der Familie beanspruchen kann. Gern hätte ich daher überihn und sein Wirken eine eingehendere, ans authentischen Quel-len geschöpfte Darstellung gebracht. Indessen, da es mirnicht zu ermöglichen gewesen ist, von ihm selbst oder seinennächsten Angehörigen behufige Mittheilungen zu erhalten,so muß ich mich, um doch einiger Maaßen zu orientiren,lediglich an zwei Zeitungsartikel halten, welche hier folgen:I. Die Berliner Vossische Zeitung cls 1862, Nr. 304berichtet ans der am 16. December s. a. Statt gefundenenSitzung der Gesellschaft naturforschendcr Freunde in Berlin:„Herr Professor Ehrenberg machte zuerst eine Mit-theilung über die glücklichen Erfolge der Reise des HerrnCarl v. d. Decken im Innern Ost-Afrika's bei Mombas,welche nicht nur die 1851 gemachten Angaben der Missio-nare Dr. Krapf, Erhardt und Rebmann rücksichtlich derKilimandjaro-Alpe bestätigen, da er Schneelawinen, von ihrherabkommend, gesehen, deren Höhe gemessen und sie bisans 8000 Fuß erstiegen habe, sondern anch sehr lehrreicheSammlungen aus vielen Abtheilungen der organischen undunorganischen Natur den so gefahrvollen Verhältnissen ab-
gerungen habe. Herr Carl v. d. Decken reist mit eigenen großenMitteln, die er für wissenschaftlich wichtige Ziele und mitpersönlicher Aufopferung verwendet. Vor Kurzem sind bereitsSammlungen aus den verschiedenen Reichen der Natur vonihm angelangt, welche unter unseres um Afrika's Geographieso hoch verdienten wissenschaftlichen Reisenden Dr. HeinrichBarth's Obhut gegeben sind, wo sie auf kurze Zeit über-sichtlich waren. Sie bestehen ans mehreren Paqneten Pflan-zen, Kisten voll Vogelbälgen und anderen in Weingeist sorg-fältig und glücklich aufbewahrten Thieren aller Gattungen.Herr v. Decken beabsichtigt, diese Gegenstände zu einerUebersicht des organischen Lebens der so eigenthümlichen tro-pischen Alpenwelt zusammenzustellen und wünscht nur vor-läufig deren Sicherung. Dr. Kerstcn und ein Jäger sind ihm ansseinen Wunsch nachgesandt und glücklich bereits eingetroffen.So wird denn Herr v. d. Decken jetzt schon in der Näheder zweiten dortigen, der Kenia-Alpe angelangt sein. Wirwünschen dem mnthigen, für die Wissenschaft aufopfernngs-fähigen Manne zu seinem, ihn und sein Vaterland mit ihmehrenden großen Unternehmen den besten Erfolg".
II. Die Nr. 1093 der Leipziger Jllustrirten Zeitung(Jahrgang 1864) hat nachstehenden längeren Artikel: