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Dort starb er am 6. August 1784 au einer sogn. Ner-ven-Klemme (?), kurz vor der Einschiffung seiner Brigadenach Deutschland (29. August).
Er war ein ausgezeichneter Zeichner. „Seine Zeich-nungen — welche zum Theile in Au- und Aussichten vonGibraltar bestanden zu haben scheinen — wurden sogarvon zwei der berühmtesten Englischen Malern, den HerrenPochi und Carter, bewundert, ja der letztere benutzte solchebei seinen eigenen Arbeiten". Ob von ihnen, deren ver-schiedene nach seinem Tode seinen Verwandten zugesandtwurden, noch etwas existirt, weiß ich nicht.
Auch die Englische Sprache hatte er sich in hohem Gradezu eigen gemacht. Es wird bemerkt: „er habe nach denZeugnissen aller Engländer das Beste und natürlichste Eng-lisch von allen in Gibraltar anwesenden Hannoveranern ge-sprochen".
Er scheint nach allem diesen ein sehr befähigter Manngewesen zu sein, und ist sein frühes Abscheiden daher umso mehr zu beklagen.
Seine Leiche wurde auf dem Officiers-Garnison-Kirch-
hofe in der Festung Gibraltar beigesetzt und neben derGruft ein Dxitaxlliam mit folgender Inschrift errichtet:Dsre lies
Elans cks Decken c>k Eruininenclieo in tlle Dutell^ob Drsinen Ds^nirs, late Disntenant ob Drsna-ckisrs in tlle Gibraltar Lattalion c>k llis Najss-t^'s llktll Dannovsrian ReZt. ok koot eoinman-clecl ll^ Dt. Asneral cks la Nette, rvlle ckepartecktllis lits at Dillraltav tlle 6tll ok ^nZust 1784in tlle 29tll Nsav ok llis ancl lltll ok llisKsrvies.
Er muß hiernach also 1773 zuerst in Dienst getre-ten sein.
(Vorstehendes habe ich hauptsächlich den Briefen ent-nommen, welche der Regiments-Auditenr Wahrendorf theilsnoch aus Gibraltar, theils vom Transportschiffe „tlleN/rttle", als solches (8. October) vor Gecstendorf lag,an den Schwager des Verstorbenen, den Major v. d. Deckena. Balje, gerichtet hat).
Nota TV.
Oberst Wilhelm Fngust v. b. Decken. 1772—1849.
(Siehe Seite 79.)
Ans dem sogn. Georgianum — einer Art Cadctten-und Pagen-Anstalt zu Hannover — trat er in die Hanno-versche Armee, indem er am 18. Juni 1789 Fähnrich ward.Ich finde ihn seitdem erst wieder, als er, nach dem trauri-gen Jahre 1893, gleich so vielen seiner Cameraden EnglischeDienste nahm und am 4. Februar 1894 im 2. Linien-Ba-taillon der Deutschen Legion eine Anstellung als Officier,wahrscheinlich gleich als Capitain, erhielt. Er wurde hier-auf von 1895 an fortwährend activ verwandt, nämlich imeben gedachten Jahre in Hannover, 1896—1897 im Mit-telländischen Meere, 1897—1898 im Baltischen Meere,1898—1813 auf der Pyrcnäischen Halbinsel, 1813—1814im südlichen Frankreich, —1815 in den Niederlanden,wo er namentlich an der Schlacht bei Waterloo Theil nahm.Von dem Tage dieser Schlacht, 18. Juni, datirt sein Ma-jors-Patent.
Am 5. Mai 1811 wurde er bei Fnentes de Onoroschwer verwundet, in Folge dessen er Zeitlebens hinkte oderkurz trat.
Nach Auflösung der Legion wieder in HannoverschenDiensten, avancirte er am 27. Juli 1824 zum Oberstlieu-
tenant. 1836 nahm er seinen Abschied als Oberst. Beidieser Gelegenheit ward ihm eine Anerkennung zu Theil,worüber die Hannoversche Zeitung vom 15. October 1836Folgendes berichtet:
„Der Herr Oberst Wilhelm v. d. Decken, Comman-deur des Königlichen Guelphenordens, welcher seit dem Jahre'1791 (?) dem Allerhöchsten Königshausc, und zwar zuletztals Oberstlieutenant und Commandeur des Garde-Jäger-Bataillons, gedient hat, empfing am heutigen Tage einenBeweis derjenigen Liebe und Achtung seiner bisherigenBataillons-Cameraden, welcher nur in Folge einer so langenund in jeder Beziehung ausgezeichneten militairischen Lauf-bahn sein kann.
Nach Beendigung der heutigen Musterung vor Sr.Königlichen Hoheit dem Herzoge von Cambridge marschirtenämlich das Gardc-Jäger-Bataillon in voller Paradehaltnngunter seinem jetzigen Commandeur vor der Wohnung desHerrn Obersten auf, das Officiercorps begab sich zu dem-selben, um ihm, begleitet von einer kurzen Anrede, welchedie Gefühle der freudigen Anerkennung ausdrückte, einengroßen und sehr geschmackvollen Ehren-Pokal zu überreichen.