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Die Familie von der Decken : in ihren verschiedenen Verhältnissen dargestellt
Entstehung
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wie oben berichtet, Christine nnd ihr Sohn Garlcf mit demErzbischofe angefangen hatten. Es wird darin znr Arran-girnng oder gütlichen Beilegung der Sache ein Termin ansden 17. Mart. 1613 in Stade angesetzt und werden dazun. a. auch eingeladen:

1) Simon von Holte (oder Holle oder Halle, der Nameist undeutlich geschrieben) a. Doelbcrgen,

2) Lndolf v. Mandelsloh a. Holzbaden, und

3) Albert v. Hvenen a. Jennigcn nnd Dinßhop,deren Schwägerin nnd Wase Catharina Elisa-beth v. Holstein sei, mit welcher sich Garlef v. d. Deckenehelich eingelassen habe". (Soll diesesehelich eingelassen"

nur so viel wie verlobt ? oder so viel wie verhcirathet heißen?Zu gleicher Zeit wird an einer andern Stelle die v. Holsteindes Garlefvertrautes Gespons,, genannt. So viel dürftegewiß sein, daß ihre Vermählung eher als 1617 Statt fand,in welches Jahr sie der General Hieronimus setzt, der übri-gens Garlef auch schon 1581 geboren werden läßt, statt 1587.)

Ueber das spätere Leben des Garlef ist mir abge-sehen von einigen von ihm geführten uninteressanten Processen eben so wenig etwas zur Kenntniß gelangt, wie über das-jenige seines Vaters Joachim. Selbst des letztern Todesjahrhabe ich nicht bestimmt zu ermitteln vermocht (nach Hieroni-mus 1586!); er muß aber etwa 1668 gestorben sein.

Nota 8.

Capital!! Johann Friedrich v. d. Decken. 16191670.

(Siehe Seite 57.)

Er wurde in Lübeck und Hamburg unterrichtet nnd so-dann unter die Pagen des Königs Christian von Dänemarkaufgenommen. Kaum 26 Jahre alt, ging er nach Hollandnnd fand dort eine Anstellung bei der Leibwache des Prin-zen von Oranicn. Er nahm an dessen Kriegen Theil. Alsaber die Truppen der Generalstaaten dem Grafen von Ost-friesland weichen mußten, nahm er 1644 bei letzteremDienste. Er wurde jedoch in einem Treffen mit den Hessentrotz kräftiger Gegenwehr gefangen genommen. Der Hes-sische Anführer, Graf (Ernst Albrecht) v. Ebcrstein (nach-mals dänischer Gencralfeldmarschall), behandelte ihn sehrgütig nnd empfahl ihn dem Landgrafen von Hessen, beidem er denn auch eine Anstellung fand, nachdem er 1648ans sein Gesuch seine Entlassung von dem Grafen von Ost-fricsland erhalten hatte. Als Hessischer Hanptmann par-ticipirte unser Johann Friedrich nun an verschiedenenKricgs-Affairen. Namentlich vertheidigte er das SchloßHnckwagcn im Bergischen und das Schloß Caster im-

lichschen als deren Commandant aufs Aeußerste. Jeneswurde indeß nach heftigem Sturme vom Keis. GeneralSparre erobert und der Vertheidiger Decken mußte diesemseinen Degen überreichen. (Wie und wann er aus dieserGefangenschaft erlöset worden, erhellt nicht.) Das SchloßCaster, gleichfalls hartnäckig belagert, wurde mittelst Kapi-tulation übergeben.

Nach abgeschlossenen? Frieden erhielt der HauptmannDecken seine Dimission. Er setzte sich ans seinem GuteBramstedt zur Ruhe und heirathete. Seine Frau (es wirdaber nicht gesagt, welche von beide??) brachte ihn? 2666 Thlr.Brautschatz zu.

(Vorstehendes habe ich der angedruckten Leichenpredigtans ihn entnommen.)

Ueber seine später?? Lebens-Verhältnisse liegt nichtsvor. Auch in Betreff seiner ersten Gemahlin, der v. Wedel,ist mir durchaus nichts Weiteres, als ihr Familien-Namenbekannt geworden.

Nota N.

Oberst nnd Grase Heinrich n. d. Decken, -s 1555.

(Siehe Seite 59.)

Ueber sein Leben nnd namentlich über seine militai- gens in den Urkunden cks 1541, 1542, 1546, 1549 undrische Laufbahn liegt nichts Näheres vor. Er erscheint übri- 1556.