99
und die Redaction des Vaterländischen Archivs wirdhoffentlich sich recht bald in den Stand gesetzt sehen,biographische Notizen über sein Leben und Wirkenmittheilen zn können". (Diese Hoffnung ist nicht inErfüllung gegangen.)
Uebrigens war der General-Feldzengmcister schon amk. Juli 1833, bei Gelegenheit der neuen Organisation, inPension getreten.
Was seine Schriften betrifft, so finden sich diese, so-weit möglich, im Abschnitte VI. verzeichnet.
Schließlich muß ich noch die Bemerkung nachholen,daß der General-Feldzcugmeister ausgezeichnete Redcgaben— wenn auch keine eigentliche glänzende Beredsamkeit —besaß, welche er besonders in der Ständcversammlnng beivielen wichtigen Vorlagen erfolgreich bekundete.
Nota 4.
Huuptmmmin Fnederike Marie v. d. Decken,geb. u. Schröder. 1737—1814.
(Siehe Seite 53.)
Ihre ausführliche Charakteristik — welche aber nichtwohl einen Auszug leidet — nebst ihrer Silhuette findetsich in dem Buche: „Schattenrisse edler teutschen Frauen-
zimmer oder unpartheiische Nachrichten von schönen undedlen Damen. Halle 178.5, Heft 2."
Nota Ä.
Genera! Gras Georg Julius Wilhelm Ludwig v. d. Decken. 1787—1859.
(Siehe Seite 53.)
Im Alter von 16 Jahren trat er — nachdem er seineerste Ausbildung auf dem sog. Georgiannm in Hannovererhalten hatte — in die englische deutsche Legion und wardam 11. Februar 1864 Cornct im 1. Husaren-Regimente.Er machte mit diesem die Expeditionen 1865 nach Hanno-ver, 1867 — nachdem er im Februar 1866 zum Lieute-nant avancirt war — nach Kopenhagen mit, kämpfte dann inden Jahren 1869—1814 ans der pyrenäischen Halbinsel,stand zn Ende 1814 in den Niederlanden und nahm Theilan dem Feldznge von 1815.
Als Rittmeister — seit Juli 1811 — ward er unterdem 23. August 1811 zum aide de camp oder Oberadju-
danten des Generallientenant Sir Staplcton Cotton, Ober-befehlshabers der gestimmten Britischen Cavallcrie, ernannt.
In Portugal und Spanien fand er vielfach Gelegen-heit, sich auszuzeichnen »nd den Ruf eines der vorzüglich-sten Cavallerie-Officiere zn erwerben. Bcamish, in seinerGeschichte der deutschen Legion, docnmcntirt solches an nichtwenigen Stellen.
Besonders ruhmvoll war sein Benehmen bei Baronillct,am 16. September 1813. Sporschill, in seiner „GroßenChronik", B. 7, Seite 162, sagt darüber:
„Nach einem hartnäckigen Gefechte wichen die Portu-giesische Brigade Campbell und die sie unterstützende Brigade