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1,1 (1868) Die Herren v. Deckenbrock (v. Droste-Hülshoff) und ihre Besitzungen 1209 - 1570 : grössten Theils aus dem literarischen Nachlasse des Freiherrn Werner Constantin v. Droste zum Hülshofe kurz zusammengestellt
Entstehung
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§• 1() .

Johann VI. von Droste-Hülshoff,

Sohn Johann's V. v. Droste.

1430—1499.

Durch das kluge Benehmen des Bischofes Johannv.Bayern war 1457 der Friede im Lande wieder her-gestellt und wurde auch bis zu seiner Abdankung, 1466,nicht wieder gestört. Sein Nachfolger, Heinrich III., Grafv. Schwarzburg, verwickelte sich in viele Kriege, inwelchen auch Johann VI. v. Droste als Dienst- und Lehns-mann oft sein Schwert ziehen musste. So war er na-mentlich im Jahre 1475 mit bei dem Zuge gegen denHerzog Carl den Kühnen von Burgund und entkam glück-lich dem schrecklichen Blutbade, welches die Pikardenwährend der Friedensunterhandlungen anrichteten. Die-selben überfielen nämlich bei nächtlicher Weile unver-sehens das Münsler'sche Lager, wo sie gegen tausendWehrlose und zum Theil Schlafende erschlugen. Unterden Gefallenen befand sich auch Hermann v. Keppel,der einzige Sohn Gerhards v. Keppel. Der nun kinder-lose Vater verwandte im folgenden Jahre einen Theilseiner Güter zur Stiftung eines Karlhäuser-Klosters inseinem bisherigen Schlosse Weddern bei Dülmen, inwelchem er selbst das Mönchsgewand annahm, währendseine Gemahlin Ilildegundis sich in das Kloster zu Sehüt-torp zurückzog.

Zuerst finden wir Johann VI. v. Droste mit seinemVater in mehreren der bereits im vorigen §. erwähntenUrkunden. 1463 tritt er, ungefähr 33 Jahre alt, indessallein auf, als nämlich sein Grossvater, Bernd v. Kerke-rin ck, ihm die beiden Osnabrück'sehen Lehne, Böllingund Darlmann, überliess. 1464 verglich sich Johann VI.mit seinem Oheim Alhard II. zu Handorf über einen Theilder demselben von seinem Vater abgetretenen Lehngüter,