33
bei ihrem Sohne Arnotd, Marschall des Heermeisters vonLiefland, zu Segenwalde auf.
Aus dem hier Mitgetheilten geht zur Genüge hervor,wie bedeutend damals das Grundvermögen der v. Drostewar, da trotz dieser Theilung jeder der drei Brüdernoch immer ein nicht unbedeutendes erhielt; aber Schade,dass es so zersplittert wurde und später zum Theil inganz fremde Hände gelangte, da alle Linien, bis auf dievon Johann V. gestiftete, v. Droste-Hülsholf'sche, imLaufe der Jahrhunderte ausstarben.
§. 9.
Johann V. von Droste,
Sohn Johann's IV.
1421—1462.
Nach Johann's IV. Tode erhielt sein Sohn Johann,wie wir im vorigen §. gesehen, in der Theilung mit sei-nen Brüdern das Haus Hülshoff. Seine Nachkommenschrieben und schreiben sich desshalb zur Unterscheidungvon den übrigen v. Droste'schen Linien
„v. Droste zum Hülshofe", oder abgekürzt„ v. Droste - Hülshoff."
Zuerst lernen wir Johann V. im Jahre 1421 kennen,wo nämlich der gewaltthätige Bischof Otto IV. ihn, da-mals circa 18 Jahr alt, nebst seiner Mutter und seinenGeschwistern zu Dienstleuten des Stiftes aufnahm. SeineVermögensumstände litten sehr durch die fast ununter-brochenen Fehden der Bischöfe, vorzüglich aber 1450bis 1457 durch den Usurpator Johann v. Hoja, welcher,nicht zufrieden, den alten Bürgermeister Bernd v. Ker-kerinck, Johann's Schwiegervater, 1453 beraubt ausMünster nach Hülshoff zu vertreiben, seine Baubzüge oftbis dahin ausdehnte, wo er denn auch mal gelegentlich
3