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öffentlichen Verkaufe, bei welchem Clemens August I.von Droste zum Hülshofe im Jahre 1765 Grosse-Decken-brock für 5242 Thlr. und Welp bei Vechte für 9000 Thlr.erstand. Da das Gut Welp sehr entfernt lag, so über-liess es der Ankäufer im Jahre 1773 dem Herrn v. Eimen-dorff für 7500 Thlr. Das Gut Grosse-Deckenbrock aberbehielt er und rettete somit der Familie wenigstens dieeine Hälfte des Stammgutes.
Vor der Theilung hatte der Oberhof Deckenbrocksicherlich manche Gerechtsame und Unterhöfe, welcheim Laufe der Jahrhunderte verloren gegangen sind. Diejetzigen beiden Höfe Deckenbrock bilden ein abgerun-detes, von keinem fremden Grundstücke unterbrochenes,Ganze und umfassen einen Flächenraum von 7 — 800Morgen. Von Grosse-Deckenbrock musste im Jahre 1583und 1633 ein Lehnpferd gestellt werden, welches jedoch mit10 Thlr. redimirt wurde. — Beide Höfe waren in letzterZeit ohne alle adlichen Rechte und schatzungspilichtig,weil sie, als die Schalzug sich bildete, von keinem Ritter-geschlechte bewohnt wurden.
Wie oben gesagt, Engelbert I. liess sich in Münsternieder, gewann das Bürgerrecht und ward von den dor-tigen edlen Geschlechtern in ihre Genossenschaft aufge-nommen. Diese Uebersiedelung war für die nachherigepolitische Stellung der Herren v. Deckenbrock so ent-scheidend, dass die folgenden Generationen mehrere Jahr-hunderte hindurch die schweren, nachtheiligen Folgenzu tragen hatten. Nur ihrem guten Rechte und ihrergrossen Ausdauer mögen sie es verdanken, dass sie mitihren ritterlichen Standesgenossen auf dem Lande diesel-ben Rechte gemessen und nicht in den Bürgersland herab-gesunken sind.
Mit seiner Gemahlin Adelheid hatte Engelbert 1. dreiSöhne, nämlich Johann, Theoderich und Heinrich. Theo-derich war 1300 Provisor des Münster'schen Hospitals