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geschehen, mit Begleitung der Orgel ausgeschrieben, und um einigeMannigfaltigkeit hereinzubringen, im Chor und Gegenchor (wie es ur -sprünglich gewesen) abgetlioilt. Ich wünschte schon damals und warnicht der einzige, der es wünschte, dass der Kirchengesang in denHerzogthümern Schleswig und Holstein einer ähnlichen Revision durchdie vorzügliche Mitwirkung meines grossen Lehrers, des HerrnK. M. Bach's, unterzogen werde. Und ich hatte mein Augenmerkdabei insbesondere auf die in dem dortigen Gesangbuch befindlichenbeyden Litaneyen mitgerichtet, die bei der bisherigen Eintönigkeit desGesanges, unter der selbst die ausdauerndste Andacht erliegt, in einemsonderbaren Contrast zu ihrer poetischen Energie stehen. Es ist auchwirklich in voriger Ostermesso ein Schleswig-Ilolsteinsches Choral-buch, sogar mit verschieden sein sollenden Originalmelodien vonBach bereichert, erschienen. Dass aber dieses weder im Ganzen, nochdurch die unglaublich gemisshandelten Bach'schen Lieder nur auf dieentfernteste Aehnlichkeit mit demjenigen Anspruch machen könne,welches das deutsche Publikum aus der vorläufigen Nachricht erwartenmusste, die sich im musikalischen Magazin des durch seine Thätigkeitund Einsicht gleich verehrungswürdigen Herrn Professor Kramers,zweiten Jahrgangs befindet, wird Kennern sogleich auf den erstenAnblick eingeleuchtet haben. Von den wahren Bedürfnisseneines Choralbuchs, das mit den Gesängen uns'rer Zeit im Verluiltnissstehe, scheint der Herausgeber kaum einigen Begriff, von denen deralten Litaney kaum nur eine Ahndung gehabt zu haben; und mit wiegerechter Schärfe könnte ich nicht seine ungewöhnliche Unwissenheitin der Prosodie und Declamation rügen, wenn ich dazu geneigt wäre.
Ich war unterdessen so glücklich gewesen den Herrn K. M. Bachnicht allein zu einer wiederholten Durchsicht der sämmtlichen Chorälebereitwillig zu finden, die er mir mit einem Schatze belehrenderAnmerkungen übersandte, sondern auch durch diese Arbeit selbst zudem Gedanken Anlass gegeben zu haben, dass die Litaney einerneuen Umarbeitung in einen vierstimmigen Gesang, ohne wesentlicheAbänderung ihrer liturgischen Beschaffenheit fähig sey, und vondieser also bearbeiteten zweifachen Litaney eine Abschrift mit derhinzugefügten Erlaubniss zu erhalten, dass ich sie durch den Druckbekannt machen dürfe.
Was ich für die Sammlung des Ganzen durch jene Ausgabe einesHol steinischen Choralbuchs zu tliun verhindert worden, thue ich nunwenigstens mit einem einzelnen, aber einem der wichtigsten Bestand-theile: Ich überliefere den Bach'schen Doppelchor denen, die ihnzu nutzen verstehen; und ich würde auch das schon früher gethanhaben, wenn ich nicht genöthigt gewesen wäre, Druck und Correcturselbst zu besorgen, welches sich bey der Ueberhäufung der hiesigenNoten-Pressen bis hiezu verzögert hat.
Um es zu einem bequemen Handbuch beym Studium der Harmo-nien sowohl, als bey Singe-Uebungen zu machen, habe ich gegen-