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Formen und Ausweichungen gehört habe. „Schwerlich istje eine musikalische Compositum von höherem, keckerem,humoristischerem Charakter einer genialeren Seele ent-strömt." Die Partitur derselben wird in dem v. Swieten'-schen Nachlass befindlich gewesen sein. Wohin mag siealsdann gekommen sein"?
Bach's Amt in Hamburg war ein wesentlich kirch-liches. Er war Musik-Direetor an den fünf Haupt-Kirchender Stadt und hatte in diesen die Sonntags- und Fest-Musiken zu dirigiren. Es war daher natürlich, dass erbald nach seinem Amtsantritt daselbst auf das von ihmschon in Berlin beschrittene Feld der
C. Kirchen - Musiken
zurücktrat, dem er sich nun mit erhöhter Thätigkeit zu-wendete.
Wenn man die wahrlich nicht geringe Zahl seinerKirchenstücke betrachtet, dann drängt sich unwillkürlichdie Ueberzeugung auf, dass man ihm, wie Grosses undSchönes er auch auf anderen Gebieten seiner Kunst ge-schaffen haben möge, doch hier in der ihm eigenstenSphäre seiner Lebensthätigkeit begegnen müsse. Als erin Berlin sein Magnificat schrieb, war er 35 Jahre alt.Erst 7 Jahre später war, wiederum vereinzelt, die Oster-Musik entstanden. .Dies und die unbekannt gebliebeneTrauungs - Cantate war Alles, was Bach bis zu seinem53. Lebensjahre an Kirchen-Musiken geschaffen hatte, allerdings in einer Dienststellung, welche der Arbeit auf diesemFelde wenig günstig war. In Hamburg änderte sich diesin entgegengesetzter Weise, denn die Kirchenmusik war vonnun ab in den Vordergrund seiner Lebens-Aufgaben ge-treten. Für sie zu schaffen und zu wirken war sein Berufgeworden, und er hat es an Emsigkeit und Fleiss darinnicht fehlen lassen.
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