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1 (1868)
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alto Form der Kirchen-Cantaten Sebastian Bach's, olmedass zugleich deren Inhalt mitgegeben wurde. Was jenerfür die Kirchen-Gemeinde vorzugsweise geeignet erachtete,Choral und Chor, sind hier nur in geringem Maasse vertreten.Was äusserlich unterhalten, reizen, bestechen konnte, dieArie und der Gesang im Allgemeinen, überwiegt, ohnedass der Ernst, die Grösse und Würde der älteren Schuledarin erkennbar wäre. Mit dieser Cantate in der Handals Empfehlungsbrief würde Emanuel Bacli, ungeachtetdes Schönen, was in derselben anzuerkennen ist, schwerlichden Weg der Unsterblichkeit gefunden haben. SiebenJahre lagen zwischen ihr und dem Magnificat. Ein Fort-schritt lässt sich hier nicht erkennen. Es war die vonder Opernbühne in die Kirche versetzte Lyrik, die an dieStelle der alten Würde, Kraft und Erhabenheit getretenwar. Auf diesem falschen Wege schritt Emanuel Bachfort, als er in der Stellung als Musikdirector zu Ham-burg berufen wurde, für die Kirche zu arbeiten.

Von einem dritten, in Berlin componirten Kirchen-stticke, einer Trauungs-Cantate aus dem Jahre 1765, istNäheres nicht bekannt.

E. Die weltlichen und geistlichen Lieder.

Von dem Magnificat aus entwickelte sich Bach 'sThätigkeit nicht allein für die spätere Ausdehnung derKirchencompositionen, sondern wesentlicii auch für denEinzelngesang in dem deutschen Licde. Man begegnetin den Urtheilen über ihn vielfach der Ansicht, dasser kein Talent und Interesse für den Gesang gehabthabe. Selbst Reichardt, der doch im Jahre 1773 mitgrossem Enthusiasmus einige seiner mittelmässigen Arienaus den Israeliten in der Wüste für grosse Meisterstückeerklärt hatte, lioss nach Bach's Tode 1 ) von ihm drucken,

!) Musik. Ahnaiiach v. 1766.