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1 (1868)
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Ein grosser Irrthum wäre es, wollte man glauben, dassBach's Thätigkeit für sein Haupt-Instrument allein inseinen Compositionen für dasselbe und in dem Unterricht,den er ertheilte, beruht habe. Er ging vielmehr einen nichtgeringen Schritt weiter, indem er neben der praktischenUebung des Clavierspiels als Künstler, der Thätigkeit alsTonsetzer und der ohne Zweifel nicht unbedeutenden Be-schäftigung, die ihm als Lehrer oblag, sich den theoretischenAuseinandersetzungen zuwendete, die ihm für eine voll-kommene Ausübung seiner Kunst nothWendig erschienen.

B. Die theoretischen Arbeiten.

Im Jahre 1752 hatte Quantz in seinemVersuch,die Flöte traversiere zu spielen", ein vortrefflichesWerk herausgegeben, dessen wohlgeordneter und reicherInhalt weit über dasjenige hinausgriff, was der Titel ver-muthen liess '). Dies Werk, das drei Auflagen erlebte), hatoffenbar einen grossen Einfluss auf Bach's Entschluss geübt,eine Theorie des Clavierspiels zu veröffentlichen. Seies, dass er mit Quantz nach einem in den Hauptzügengemeinschaftlich verabredeten Plane gearbeitet, sei es, dassdessen Werk über das Flötenspiel ihm die Lust erweckthat, eine ähnliche Arbeit über das Olavierspiel zu unter-nehmen, sei es, dass dies schon früher in seiner Absichtgelegen hatte und jene Arbeit des grossen Flötisten ihmnur von Neuem dazu Anregung gab, gewiss ist, dass nichtnur der Titel seines Werkes,Versuch über die wahreArt das Ciavier zu spielen", dem Titel des Quantz'-schen Buches völlig analog gewählt ist, sondern dass auchEintheilung und Disposition im Grossen und Ganzen, so

b Johann Joachim Quantzens, König). Preuss. Kammer-Musicus, Versuch einer Anleitung, die Flöte traversiere zu spielen,mit verschiedenen zur Beförderung des guten Geschmackes in derpraktischen Musik dienlichen Anmerkungen begleitet und mit Exem-peln erläutert nebst XXIV Kupfertafeln, Berlin bei J. F. Voss 1752,