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bleiben, so erwartet das Ohr keine Ausweichung, folglichist der Effect hernach viel auffallender. Auf dem Ciavierlässt sich dies am besten probiren. Die rechte Schreibartder Intervalle sammt ihrer Bezifferung habe ich bey diesenenharmonisclien Stellen unter dem Fundament angedeutet.

Ich hoffe, dass man durch diese Arbeit von dem Beich-thum und von der Wirkung der Harmonie sattsam über-zeugt sein werde, ohngeachtet ich gewiss weiss, bei weitemnoch nicht alles erschöpft zu haben. Meine Bässe zu ebendiesen Litaneyen im Holsteinischen Ohoralbuch sind merk-lich von diesen Bässen unterschieden. Je mehr man inder Harmonie suchet, desto mehr findet man, nur habe ichdiesmal mein Suchen nicht übertrieben, und immer Allesverändern wollen. Ich würde dadurch zu widrig undzuletzt undeutlich geworden sein. Auf Wunden gehörenPflaster.

Wenn ich in der Harmonie mehr durch gesunde undmehr lebhafte Noten statt der langen zusammen anschla-genden hätte anbringen wollen, welch unabsehliches Feldwürde sich gezeigt haben.

Unter den Sängern müssen die Bassisten die zuver-lässigsten seyn, obgleich die Altisten und Tenoristen auchnicht schlecht seyn dürfen. Die Fortschreitungen der Inter-valle sind zwar zuweilen etwas fremd, aber verboteneFortschreitungen kommen nie vor. Ein langsames Tempoerleichtert ungemein das Treffen dieser Intervalle.

Kürzlich hatte ich in meinem Hause das Vergnügen,im Beiseyn einiger Kenner diese Litaneyen von meinenSängern recht sehr gut ausgeführt zu sehen.

Endlich wünsche ich, dass meine Arbeit den Lieb-habern der Harmonie angenehm und zum Theil nutzbarseyn möge. Dieses sey die beste Belohnung für die Mühe,die ich angewandt habe, einen Gesang, der ein paarhundertmal keine andere, als nur zweierley Modulationenhat, so zu bearbeiten, dass man zufrieden seyn kann, und