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1 (1868)
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einzelnen Sätze beherrschenden Gedankens das Wesentliche.Im Festhalten dieser Forderung, in völliger Einheit mitdem Inhalt des Stücks war sein Orchester behandelt. Kraftund Kühnheit des Ausdrucks standen ihm wie SebastianBach über der Süsse der Empfindung und über dem sinn-lichen Behagen an der Schönheit des Wohlklangs. Beibeiden würde es schwer geworden sein, den Gesang- vonder Begleitung unabhängig" zu denken, oder umgekehrt.

Nach dieser Seite hin hatte Emanuel Bach's Aufent-halt in Berlin eine Wandlung herbeigeführt. Der ersteCembalist seiner Zeit hatte zu lange der Uebung der general-bassmässigen Flötenbegleitung Friedrich's dos Grossenobliegen müssen, um nicht den Gang der Melodie und derconcertirenden Hauptstimme, mochte dies nun die Flöteoder der Gesang sein, als das Wesentliche des musikalischenAusdrucks betrachten gelernt zu haben. Aus dem Concert-Salon und von der Opernbühne her drängte sich ihm dieselbeErscheinung entgegen. Er hatte sich daran gewöhnt, inder Begleitung der leitenden Cantilene nicht etwa ein gleich-massig wirkendes, sondern ein mehr oder weniger dienendesElement zu erkennen. Und so kam es auch, dass er, ohneden Fortschritt seiner grossen Vorgänger zu beachten, dasOrchester in der früher hergebrachten und in der Opereingebürgerten Weise lediglich als Begleitungsform ver-wendet hat. Wohl führte ihn sein reicher, dem Fortschrittzustrebender Geist hie und da über die engen Grenzendieser Beliandlungsweise hinweg. Auch in der gewöhnlichenAnwendung der Instrumente sind nicht selten ein gewisserGlanz, Weichheit und Fülle des harmonischen Eindrucks,Züge der feinsten orchestralen Gombination bemerkbar. ImGrossen und Ganzen aber ist nicht zu verkennen, dassEmanuel Bach, der mit seinen bedeutenden Gaben undnach der ausserordentlichen Schule, die ihm zu Theil ge-worden war, so wie nach der besonderen Richtung seinesGeistes, wie Wenige berufen gewesen wäre, auch für dieOrchester-Musik das so nothwendige Zwischenglied zwischen