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welche ich mit aller Freyheit und. zu meinem eignen Ge-brauch gemacht habe." Hieraus würde sich folgern lassen,dass Bach überhaupt nur Weniges in voller und reinerHingabe an die Kunst geschrieben habe. Die genaue Prü-fung seiner Arbeiten bestätigt dies mindestens für dasCiavier nicht.
Wie steht es nun mit den von ihm hinterlassenenClavier-Arbeiten, die bei seinem Leben nicht gedrucktworden waren? Fetis in seiner Vorrede zu den von ihmherausgegebenen Pianofortestücken Bach's sagt: „Soixantedix morceaux inedits pour piano seul avaient ete laisseen manuscrit par cet liomme, dont l'imagination tut infa-tigable." Diese 70 Stück behauptet er selbst besessen zuhaben, die Mehrzahl im Original. Auch Gerber •) hateine grosse Anzahl von Ciavierstücken Bach's besessen,die nicht herausgegeben waren. Anderes mag an Anderegekommen sein. Jedenfalls war die während seines langenLebens so sorgfältig gewahrte Ordnung in seinen Musika-lien nach dem Tode aufgelöst, deren Inhalt verstreutworden.
Die K. Bibliothek zu Berlin besitzt von ihm folgende
noch nicht im Druck bekannt gewordene Clavier-Concerte:
H-moll von 1753: mit Quartett,
F-dui -2/.i von 1755: desgl.,
G-durCi desgl. Concerto per il Organo,
Es-dur 4/4 von 1734: Leipzig, mit Quartett, ungemein flüchtig ge-sehrieben und voller Correcturen, im Jahre1743 in Berlin erneuert,
D-moll % von 1748: Potsdam, mit der Bemerkung „mense May"
mit '2 Flöten und Quartett,
C-dur i 4 von 1746: mit Quartett,
B-dur Vi von 1762: mit Quartett (in dem Nachlass-Katalog nicht
eingetragen),
F-dur % von 1763: mit Quartett,ferner:
Es-dur i'i von 1759: für Orgel oder Ciavier mit 2 Hörnern undQuartett.
!) Neues Tonkiinstler-Lexicon S. 198.