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etwas Anschmiegen an den Geist der Zeit, aber nie ein Her-absinken zum herrschenden Geiste der Kleinheit. Alles Tän-deln auf dem Clavichord, alles süssliche, Geist entnervendeWesen, alles Berlocken-Geklingel der heutigen Tonmeisterist seinem Riesengeiste ein Gräuel. Er bleibt trotz derMode, was er ist, Bach!" Reichardt l ) tadelte seineArbeiten aus der späteren Zeit und war der Meinung, dassdie bessere Periode seiner Clavier-Oompositionen in Berlinabgeschlossen sei.
Indem er von Bacli's Gewinnsucht (siehe S. 173)spricht, fügt er hinzu: „Diese Gewinnsucht erzeugte auchmanche seiner neuen Arbeiten, in welchen er strebte, sichden Modeformen zu nähern, die unter seinen Händenwieder eine ganz eigne Gestalt gewannen, welche er aberim besseren Gefühl seines inneren Werths bei der öffent-lichen Bekanntmachung mit älteren besseren Arbeiten ausseiner schönsten Berliner Epoche zu vermischen pflegte."
Dass in den Arbeiten seiner letzten Jahre ein merk-licher Abstand gegen die Berliner Zeit hervortrete, kannin keinem Falle zugegeben werden. Demnach hat Rei-chardt in diesem Punkte Unrecht. Dass Bach dem Mode-geschmack und den Anforderungen des Publikums gernnachgab, ist richtig. Er arbeitete nicht, wie sein Vater,vorzugsweise zu seiner inneren Befriedigung. Wäre erdieser seiner Neigung weniger gefolgt, man würde viel-leicht manche schwache Arbeit weniger von ihm kennenund von den besseren würde Manches noch vollendetergeworden sein. Er selbst war sich hierin vollkommenklar. In seiner biographischen Skizze sagt er über diesenPunkt, indem er der Kritik vorwirft, dass sie unbarmher-zig urtheile, ohne die Umstände, Vorschriften und Ver-anlassungen zu kennen, durch welche die Musikstücke ent-standen seien: „Unter allen meinen Arbeiten, besondersfür's Ciavier, sind bloss einige Trios, Solos und Concerte,
!) Musik-Almanach v. 17%.