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Die 2. Sammlurg, welche 3 Sonaten und 1 Themamit Variationen enthält, steht gegen die 3 ersten Stückeetwas zurück. Namentlich sind die langsamen Sätze sehrkurz und die Schlusssätze, besonders der 1. und 3. Sonatezu aphoristisch behandelt.

Die Variationen der Arie am Schluss des 2. Hefts er-füllen nicht, was man heut von dieser Art von Compo-sition verlangen würde. Sie sind mehr gesangreich alsbravourmässig geschrieben. Doch sind sie voller Geist.Gegen das Ende hin in rondeauartige Wendungen über-geleitet, scliliessen sie in der bei Bach so beliebten Weisein starken Gegensätzen vom ff. zum piano abfallend.

Unendlich geringer an Werth sind die im Jahre 1778bei Hummel zu Amsterdam alsOeuvre seconcl" er-schienenen 6 Sonaten, gleichfalls mit Violine- und Cello-Begleitung. Ueber der Vignette des Umschlags entfaltetein auf Wolken schwebender Engel eine Pergamentrollemit dem WorteEternel", während am Fusse des Piede-stals, das den Titel der Sammlung trägt, ein Lorbeerbaumemporschiesst, der an seinem Gipfel merkwürdigerweisevon Blättern ziemlich kahl in einen dürren Ast ausläuft.

Es scheint fast, als seien diese Sonaten von dem Ver-leger bestellt gewesen, und deshalb schnell hintereinandergeschrieben worden. Kaum anders als so lässt sich dieGleichheit in ihrem Character und die übereinstimmendeMattigkeit der darin herrschenden Schreibweise erklären.

Der geneigte Leser wird damit einverstanden sein,d ass diejenigen der in Hamburg entstandenen Ciavier-

Violoncell die Begleitung hatten. Er wünscht allen, die diese Sona-ten spielen oder spielen hören, nur einen Theil seines empfundenenVergnügens, und sie werden alsdenn ein sehr angenehme Stunde ge-habt haben."

Hiezu ist zu bemerken, dass Bach, wie sich aus einem früherenSchreiben an Forkel (vom 10. November 1773, Anhang Nr .3) ergiebt,die Friederici'schen Clavichorde allen anderenwegen desTractaments und wegen des Basses ohne Octave, welcheich nicht leiden kann," vorzog.

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