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Gelegenheit aufgeführt ward, braucht man zu ihrem Ruhmweiter nichts zu sagen, als dass sie von der Compositiondes Herrn Capellm. Bach ist." Auch andere Blätter be-schäftigten sich eingehend mit dieser Aufführung 1 ), welchermit gleichem Erfolge und mit denselben Bach'sehen Arienim Jahre 1778 eine Vorstellung dos Todes des Senecafolgte.
Ob ähnliche Redeübungen noch später stattgefundenhaben, ist dem Verfasser nicht bekannt geworden. Dochzeigen die vorhergehenden Mittheilungen, dass in demJohanneum zu jener Zeit ein lebendiger Geist, voll vonkünstlerisch anregenden Elementen gewaltet hat, und dassdie Stellung Bach's an demselben nicht bloss die einestrocknen Lehrmeisters der Musik gewesen ist. Auch er-
giebt
sich aus den kritischen Aeusserungen über jene
Feierlichkeiten, wie sehr er in näheren und weiteren Krei-sen als ein Mann von grosser Bedeutung und hohem Kunst-range anerkannt ward, aus dem ganzen Zusammenhangeaber auch, wie seine Stellung zu Lehrern und Schülerneine vertraute und geachtete gewesen sein muss.
Dennoch war es den Lehrern der Anstalt nicht leichtgemacht worden, sich mit dem Ucbcrmuthe und der Un-gezogenheit der jungen Leute abzufinden. Die Schetelig'-schen Hefte sind reich an Klagen hierüber und auch Bach'sStellung scheint dabei nicht ganz frei ausgegangen zu sein.Das wiederholte strenge Einschreiten des Rectors scheintnicht immer gefruchtet zu haben, und so erschienen imJahre 1778 neue disciplinarische Schulgesetze, welche nebenstrengen Vorschriften über die Haltung und das Benehmender Schüler in den Olassen unter Anderem festsetzten,.,dass Niemand mit Degen in die Schule kommen solle,"und namentlich in Bezug auf die dem Cantor zufallendenTheile des Unterrichts und der öffentlichen Ordnung be-stimmten :
2) Gemeinnützige Hamburger Anzeigen v. 1776, St. 34.Bitter, Emanuel und Friedemann Bacli. 13