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schichte Caesars bis zu seiner Ermordung dramatisch be-handelte, und nachdem zwischen den ersten AbtheilungenArien 1 ) von Bach's Composition gesungen waren, miteiner wahrscheinlich aus einzelnen Sätzen seiner Sympho-nien bestehenden Instrumentalmusik schloss.
Die Aufführung erregte ein ungewöhnliches Interesse,sowohl wegen der ihr zu Grunde liegenden Dichtung als
auch hinsichtlich der Ausführung.
Die Vorstellung war
sehr besucht, wenn auch in der Programm-Einladung diefrüher stets figurirende Bitte, „die Damen werden er-sucht, ohne Reifröcke zu erscheinen", nicht mehr Auf-nahme gefunden hatte. Auch die Musik erregte die Aufmerk-samkeit der zahlreichen Zuhörer. Ein gleichzeitiges öffent-liches Blatt *) sagt von ihr: „Von der Musik, die bei dieser
i) Zu den Arien waren besondere Texte gedruckt, deren Ueber-sclirift lautete: „Arien, von dem Herrn Cantor und Musik-DirectorBach in die Musik gesetzet und bey der am 12., 13., 14 und 15. März1776 zu haltenden Hede-Hebung abgesungen".
Der Text der Arien war folgender:
Erste Arie.
Zwischen der 1. und 2. Handlung.
Edle Freiheit, Götterglück,
Ohne dich ist Glanz und WürdeNur ein schimmernd Missgeschick,Eine Sklavenbürde.
Für den Liebling ihrer BrustHat die Gottheit dich erkoren,Und der Mann, der dich verloren,Lechzt umsonst nach andrer Lust.
Zweite Arie.
Zwischen der 2. und 3. Handlung.
Himmelstochter, Ruh der Seelen,Ewig wirst du Fürsten fehlen.Denn dich schreckt des PurpursGlanz.
Ungewinkt, mit leisem Schritte,Eilst du zu des Schäfers Hütte,Windest mit an seinem Veilchen-kranz.
Arioso.
Seine Tage fiiessen stetsWie ein Friihlingsbach dahin.Stille Tugend, sein Begleiter,Lässt auf seinem Pfade Kosenblüh'n.
Dritte Arie.
Zwischen der 4. und 5. Handlung.
Reiche bis zum Wolkensitze,Köcli ist Demuth deine Pflicht.Dich beschirmt vor nahem BlitzeRuhm und Gold und Hoheit nicht.Gestern Herr von sieben Reichen,Heut ist kaum ein Hügel dein.Flüchtiger als Kräfte reichen,Kann dein Glück entwichen sein.
2) Beiträge zum Reichs-Postreuter v. 1776, St. 24