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Du gehst, wohin Dein günstig Glück Dich ziehet,In jene sehiffumgeb'ne Stadt,

Die gleich dem alten Tyrus wächst und blühet,Und fromme Bürger hat.

Daselbst wirst Du dem Göttergott gefallen,

Der allen Königen gebeut,

Dein Ton wird dort in jedem Tempel schallenDem Herrn der Herrlichkeit.

Du wirst geliebt, gepriesen und verehret,

Doch hier, wo Dir so lange ZeitDie stille Spree und Havel zugehöret,

Erregst Du Bangigkeit.

Hier klagen Dich die Edelsten, die Weisen,Mit denen Du gewandelt bist,

Die nebst der Kunst an Dir Dein Herze preisen,Das gut und redlich ist.

Wie Friedemann Bach seiner Zeit die Stelle ander Liebfrauen-Kirche zu Halle annahm, die sein Vaterim Jahre 1713/14 abgelehnt hatte, so war es seinem BruderEmanuel vergönnt, Musik-Director an der St. Jacobi-Kirche zu Hamburg zu werden, deren OrganistendienstSebastian Bach nicht hatte erlangen können. Die Stelle,welche Emanuel Bach zu bekleiden berufen war, hatteim Uebrigen viel Aehnliches mit dem Cantorate der Thomas-Schule zu Leipzig. Das Johanneuni, dessen Cantorat mitdem Amte eines städtischen Musik-Direktors für die 5 Haupt-Kirchen der Stadt, die St. Nicolai-, die St. Catkarinen-,die St. Jacobi-, die St. Petri- und die St. Michaelis-Kircheverbunden war, war im Jahre 1529 in einem Theile desehemaligen St. Johannis - Klosters nach Vertreibung derdort befindlichen Dominicaner-Mönche errichtet, d. h. ineine Stadtschule umgestaltet und unter die besondere Auf-