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Besoldungs - Scheinen statt in baarem Gelde ausgezahltworden, welche etwa nur V 5 des wirklichen Werths hattenund oft in Zahlung gar nicht angenommen wurden. Alsder Friede abgeschlossen war und Friedrich sein früheresLeben und seine künstlerischen Uebungen wieder begann,erwarteten die Kapellisten, die inzwischen ihre Ersparnisseaufgezehrt und vom Unterricht und dem Ertrage ihrerArbeiten hatten leben müssen, dass ihnen für ihre VerlusteEntschädigung gezahlt werde. Aber davon war keineRede. Hierüber soll Bach sehr aufgebracht gewesen seinund dies auch haben merken lassen. Dies hat schwerlichdazu beigetragen, ihn dem Könige angenehm zu machen 1 ).Sein Missbehagen an dem von ihm auszuübenden Dienstewurde in späterer Zeit noch dadurch erhöht, dass alsFriedrich seine Concerte nicht mehr regelmässig hielt,alle Musiker dennoch pünktlich und in der vorgeschriebenenKleidung an allen den Tagen und während aller Stunden,wo nach früherem Gebrauch hätte Concert sein können,im Vorzimmer gegenwärtig sein und gänzlich unbeschäftigtdie Befehle des Königs, die meist ausblieben, abwartenmussten. Denn niemals wurde ein Concert abgesagt' 2 ).
In Bach's ganzem Wesen, seiner sarkastischen Naturund seinem auf volle Selbständigkeit drängenden künst-lerischen Streben mag ausserdem noch manches gelegenhaben, was ihm eine Dienststellung, wie er sie in derKapelle F riedrich's II. einnahm, auf die Dauer unerwünschterscheinen lassen musste.
Zelter, der ihn sehr hoch schätzte, hat in einer Rede,die er zu Königsberg i. Pr. am 17. Januar 1809 zum Ge-dächtnisse Friedrich's II. gehalten hatte, über Bach'sVerhältniss zu dem Könige auf Grund von Fasch's Mit-theilungen Folgendes ausgesprochen 11 ):
x ) Zelter, C. F. Chr. Fasch. S. 19.
2 ) Eochlitz a. a. 0. I. S. 288.
3) v. Ledebur a. a. 0. S. 19.