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cler Verfasser hat ermitteln können, von Telemann'sTode und der Berufung Ernanuel Bach's nichts. Dieeinzige öffentliche Nachricht darüber ist folgende Anzeige 1 ):„Die durch den Tod des seel. Kapellmeisters Telemannerledigte Stelle eines Musikdirectors an der Michaelis-Kirche zu Hamburg ist mit dem berühmten Herrn CarlPhilipp Emanuel Bach wieder besetzt worden. Wirfreuen uns, diesen grossen Meister des Ciavierspiels, demwir so viele vortreffliche Sachen für dieses Instrument zudanken haben, in einem Posten zu sehen, wo er seine vor-züglichen Talente nun noch von einer andern Seite wirdzeigen können, und wünschen dem deutschen VaterlandeGlück, dass der Gesang desselben aus der Feder einesBach künftighin neue Schönheiten, neue Vollkommenheitenerhalten soll."
So weiss man denn auch nicht, aufweiche Veranlassunghin die Stadtbehörden von Hamburg dazu gekommen sind,den Cembalisten Friedrich's des Grossen dorthin zuberufen. Indess war sein Ruhm begründet und verbreitetgenug. Vielleicht, dass er bei der Nachricht von Tele-mann's Tode sich für dessen Stelle gemeldet hatte. Denndass er bei geeigneter Veranlassung von Berlin fortgehenwollte, stand wohl längst bei ihm fest. Er selbst sagt:„1767 erhielt ich die Vocation nach Hamburg als Musik?
P) Wöchentliche Nachrichten, die Musik betr. Leipzig 1767. S. 204.
Doch findet sich folgendes Gedicht: ,,Auf Telemann's Tod, inHamburg im Juni 1767" vor:
„Ruh' der geweihten Gruft! Und den Gebeinen Friede.
Erst spät entschlief der Geist, des ird'schen Lebens müde,Und doch für seine Kunst zu früh!
Ihr Weste, kühlt sein Grab, feyrt es, der Weisen Chöre,
Kein Laut des rauhen Nords, kein Lob des Schwätzers störeDen Mann der Harmonie."
■Auch eine Grab-oder Leichen-Rede für den berühmten Tonsetzerist nicht aufzufinden gewesen. Die Programme des Johanneums ausjener Zeit erwähnen dieses Todesfalls .und des der Anstalt dadurcherwachsenen Verlustes ebensowenig, als sie über den Eintritt Bach's,an Telemann's Stelle eine Bemerkung enthalten.
Bitter, Emanuel und Eriedemann Bach. 12