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wohl so sehr zu seiner Charakteristik beitragen können,als es diese wenigen Worte tliun!
Inzwischen war nach dem Erscheinen des ersten Theilsein ziemlich langer Zeitraum verlaufen, ohne dass dasUnternehmen Fortgang gehabt hätte. Dem Verleger mochteder Wunsch nahe liegen es fortgesetzt zu sehen. Er scheinthiebei wiederum ohne Vorwissen Bach's, der inzwischenseinen Wohnsitz nach Hamburg verlegt hatte, zu Werkegegangen zu sein. Denn es erschien bald nachher fol-gende
Nachricht für das Publikum.
„Es hat der Herr Birnstiel in Berlin kürzlich mit eben so vielerDreistigkeit als Unwissenheit in der Musik den zweiten Theil vonJohann Sebastian Bach's vierstimmigen Choralgesängen, wovonich der eigentliche Sammler bin, ohne mir das geringste davon wissenzu lassen, herausgegeben. Ich habe etwas davon angesehen, und einegrosse Menge von Fehlern von allerlei Art darinnen gefunden. DerVerdruss und Eckel hielt mich ab, alles durchzugehen, weil ich zu-letzt sogar Fehler fand, dergleichen ein Anfänger in der Compositiennicht leicht machen wird. Ich bin im Stande, jedem der es verlangt,die Fehler zu zeigen, und ihm mein Original dagegen zu halten. Danun durch diese Ausgabe die Ehre des seeligen grossen Mannes, undmeine eigene, als Sammler, aufs empfindlichste angegriffen wordenist: so erkläre ich häemit öffentlich dem Publico meine Unschuld, undwarne es auf's treueste, sich durch Anschaffung dieses zweiten Theilesnicht hintergehen zu lassen; alle Freunde meines seligen Vaters bitteich besonders, die Bekanntmachung dieser ihm nach seinem Tode zurSchande gereichenden verstümmelten Arbeiten auf alle mögliche Artzu hindern, um so viel mehr, da diese Sammlung nunmehro ungleichmehr Schaden verursachen kann, während es als ein praktisches Lehr-buch von den vortrefflichsten Mustern denen Studirenden in der Setz-kunst von ungemeinem Nutzen hätte sein können. Doch — wie reichsind wir nicht jetzt an Lehrbüchern ohne richtige Grundsätze undMuster!
Hamburg, den 29. May 1769.
C. P. E. Bach."
Es ist unzweifelhaft Bach's Absicht gewesen, dieweitere Herausgabe der Choräle selbst zu leiten. Dochmögen ihn die gehäuften Geschäfte seines neuen Amtsdaran verhindert haben. Erst im Jahre 1771 entschlosser sich die Arbeit an Kirnb erger zu übertragen, der ihr