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Dieselbe ist im ersten Satze melodisch gehalten, die Motiveoft wiederkehrend in lebhafter Coloratur, die Violin-ße-gleitung mit der Stimme concertirend und den Charakterder Passagen des Accompagnements-Recitativs nicht ver-lassend. Der Mittelsatz „Dich hält der Tod" etc. istdagegen breit und ohne Interesse. Das Ganze der Arieerinnert in der Form und Weise an Sebastian Bach'sArien, ohne dessen anregende Eigenthiimlichkeit zu zeigenund ohne die alte Form durch Neuheit und Reiz der Ge-danken zu beleben!
Höher steht das auf das Secco-Recitativ des Tenor„So sei nun Seele" unter Nro. 5. eintretende Arioso(Largo, G-moll, 4 / 4 ), dessen Cantilene in ähnlicher Weisewie in den begleiteten Recitativen der Sebast. Bach'sehenMatthäus-Passion gehalten ist und von Emanuel Bach'sbesonderer Gabe der Melodik im lyrischen Styl Zeugnissablegt. Dieses Arioso geht weiterhin iii ein Sopran-Reci-tativ mit Accompagnement über. Mit den Worten „Welch'eine ungezählte Menge" beginnen die Streich-Instru-mente in Noten gebrochene Accorde, die sich mitder recitativischen Declamation fortbewegen, während dieOrgel die Töne des Grundbasses überall so lange aushält,bis der Harmonien-Wechsel eintritt. Das Recitativ ge-winnt hiedurch ein phantastisch lebendiges Colorit, das diegewöhnlichen Grenzen der hergebrachten Formen überragt.
Dagegen fällt die Arie Nro. 6. Andante für Sopran,C-dur 3 /.j, 2 Flöten, Quartett mit Sordinen, in die interessen-lose breite Behandlung der alten Arien-Form zurück underreicht im Inhalt die Arie Nro. 3. keineswegs. Den Schlussbildet Choral Nro. 7. „Heut' triumphiret GottesSohn", der aus Sebastian Bach's Chorälen (Nro. 79. der2. Ausgabe) unverändert übernommen ist Es scheint, dassEmanuel Bach für den Schluss kein grössere Wirkungschaffen zu können glaubte als dadurch, dass er auf eineArbeit seines Vaters zurückgriff.
Die vorliegende Musik repräsentirt wesentlich die