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1 (1868)
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Ein anderes nicht minder unterscheidendes Momentheider Werke liegt darin, dass bei Sebastian Bach derSchwerpunkt der Musik, das Entscheidende derselben, inden Chören liegt, während Emanuel Bach diese nur alsAusgangs- und Schlusspunkte betrachtet hat. Bei ihm liegtdas Hauptgewicht in den Solo-Gesängen, vorzugsweise inden Arien. Es war dies wohl nicht allein ein Ausflussdes lyrischen Triebes, der in ihm lag, sondern ohne Zweifelauch eine Rückwirkung der italienischen Gesangsmusik,die ihn im Dienste Friedrich's des Grossen so vielfachbeschäftigte, und welche auf die melodisch rhythmischeBehandlung seiner Arbeiten nicht ohne den grössten Ein-fluss geblieben ist. So finden sich in dem MagnificatSebastian's unter 12 Nummern 5 Chöre, zum Theil ingewaltigen Dimensionen, in ziemlich gleichmässiger Ver-theilung zwischen die Solosätze eingereiht. Emanuelgiebt deren nur drei, einen am Anfang und zwei amSchlüsse.

Der vorhin besprochenen Arie No. 7 folgt nämlichzunächst ein Chor (No. 8)Gloria patri et filio etspiritui saneto", der nur eine Wiederholung des Ein-gangscliors ist. Der helle jubelnde Klang desselben wirktdem zarten Gesänge der Arie gegenüber mit lebendigerKraft. Da wo in dem ersten Chore die Stimmen in dieUmkehrung des Themas übergehen, bricht der Gesangplötzlich ab und fällt in ein kurzes, kräftiges Largo:

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Bitter, Emanuel und Friedemann Bach. 9