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Diesem Duo schliesst sich No. 7 Arie für Alt (Andante,D-moll Vi, 2 Flaut, tvav., Quartetto con sordini. Continuosempre piano) an, „Suscepit Israelpuerum suum, recordatusmisericordiae suae, Sicut locutus est ad patres nostros Äbraliaeet semini ejus in secula ", in Styl und Charakter der ArieNo. 2 ähnlich. Das in dem reinsten Gefühls-Ausdruck sichbewegende Motiv wird von dem Orchester eingeführt, diebreit angelegte Melodie von den Violinen und Flöten inder Octave begleitet. Ungeachtet der Weichheit der For-men trägt dieselbe den Charakter des Declamatorischen.Ungemein schön wirkt deren Wiederholung im Orchesterals Nachspiel.
Die bishieher behandelten Nummern des vorliegendenWerks zeigen, mancher Annäherungen in dem Grund-charakter ungeachtet, doch die durchgreifende Verschieden-heit der musikalischen Ziele zwischen Vater und Solm.Der polyphone Styl, der bei jenem überall in seiner höch-sten Strenge festgehalten ist, wird bei diesem durch dieNeigung zum Wohlklange, zur melodiösen Rhythmik, zurweicheren Gefühlsrichtung weit überwogen.
Zum ersten Male tritt hier ein Merkmal des Em. Bach'-schen Styls als ein ihm überhaupt eigenthümliches auf,das sich weiterhin als ein Hauptmerkmal seiner Besonder-heit zeigt. Es ist dies die vorherrschende Neigung zurLyrik, zum Gesanglichen, deren Uebergewicht ja auch inseinen Claviercompositionen, zumal der späteren Zeit, un-verkennbar ist.
Was das vorliegende Werk von dem seines Vatersvor Allem unterscheidet, ist das Fehlen jenes symbolischenElements, das in dem Magnificät Sebastian Bach's eineso hervortretende Stelle einnimmt. Bei Emanuel Bachfindet sich hievon keine Andeutung. Denn die Einführungdes Chorals in dem „Misericordia" kann kaum anders alsunter dem Gesichtspunkt einer Nachahmung des „Susce-pit Israel" bei Sebastian Bach betrachtet werden.