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die subjective Auffassung für das schöne Musikstück beengtund stört. Dabei sind die Worte, die man, je nachdemman sich mehr zu Socrates oder Hamlet hingezogenfühlt, im deklamatorischen Tenor singen soll, ohne jedesmusikalische Gepräge geblieben.
Ob Socrates ausruft:
Nein, nein! die ernste hohe Gestalt,
Die nahe Stunde soll euch nicht schrecken,Der Verwesung nahe Stunde!
Und ich kenne Dich!
Genius, Gestalt, Geist, etc. etc.oder ob Hamlet, nachdem er mit dem unvermeidlichenSein oder Nichtsein begonnen hat, grübelt:
0 nein, o nein! erwünschter wäre dir, Seele,
In's Nichtsein hinüber zu schlummern,
In's Licht zum Sein zu erwachen,
Zur Wonne hinaufwärts schauen,
Die Unschuld sehen, die Dulderin,
Wie sie enger in's Leben blüht
Der Ewigkeit!
Nirgends ist ein lyrischer Ton darin angeschlagen,Alles ist abgerissene Rhapsodie ohne inneren Zusammen-hang mit der Musik, zu einer Art von recitativischer De-clamation aufgeputzt. Dennoch ist es von grossem Inter-esse zu sehen, wie anregend Bach's Ciavier-Werke aufseine Zeitgenossen gewirkt haben, mag diese Wirkung imvorliegenden Falle auch eine verkehrte gewesen sein.
Eine andere Arbeit theoretischer Natur, welche wäh-rend Em. Bach's Berliner Zeit veröffentlicht wurde, istvon geringerer Bedeutung und nur deshalb der Betrach-tung werth, weil sie zeigt, wie in ihm das Blut seinesVaters noch fortlebte, der bekanntlich an subtilen contra-punktischen Kunststücken eine grosse Freude hatte.
Es ist dies ein „Einfall, einen doppelten Contra-punkt in der Octave von sechs Takten zu machen.