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Folge der Uebertrcibung der Principien aus der Bach'sehenSchule) fast zur Hauptsache in der Kunst und „bearbeitetendiesen dann mit einer überfeinen, haarscharfen Kritik, aufwelche die Spcculation nur durch das Auge kommenkonnte"'). Aber alle ihre theoretischen Nachfolger habensich auf sie gestützt. Und wenn sich auch Marpurg undKirnberger, eben um ihrer Subtilitäten willen, mit Bitter-keiten jeder Art verfolgten, so sind ihre und ihrer Zeit-genossen Lehren doch für alle Folgezeit massgebend ge-blieben' 2 ).
Von grossem kunstgeschichtlichen Interesse ist ein be-reits anderweit veröffentlichter Brief, den Em. Bach zwan-zig Jahre später am 10. April 1780 an den BuchhändlerSchWickert in Leipzig gerichtet hat 3 ). Es ergiebt sichdaraus, dass damals von den 27 Jahre früher in seinemSelbstverlage erschienenen Auflagen vom ersten Theile desvorbesprochenen Werkes noch 260, vom zweiten 564 Exem-plare vorhanden waren, für deren Ueberlassung er 180Louisd'or forderte. Bach betont hierbei besonders die Zu-sammengehörigkeit beider Theile, die er aufrecht erhaltenwissen will. Der Brief zeigt aber auch, in wie gewandter
1) Allg. Mus.-Zeit. 1813. No. 41.
2 ) Wie weit beide Künstler in dieser Beziehung gingen, zeigt dasdem Briefe Ba eli's vom 16. Decbr. 1797 (Anhang II.) au Kirnbergerangehängte Lied, welches nur gemacht und veröffentlicht worden war,um Reinhardt, der eben zum Kapellmeister an der König!. Oper er-nannt worden war, zu ärgern.
Marpurg hatte einen Canon gemacht:
„Kirn- Kirn- Kirn-berger hat kein Gehirn!"
Kirnberger antwortete:
„Mar- Mar- Mar-Marpurg ist ein Narr!"
„Unter solchen Streitereien", sagt Zelter (in seinen Nachlass-Notizen), „hatte Bach schon früher in Berlin eine centrale Stellunggenommen. Dadurch gewann er sich das Zutrauen der Partheien,und in diesem heiteren Sinn ist jenes Epigramm (Kirnberger's vomGenie) ein Meisterstück genannt,"
3 ) N o h 1, Künstlerbriefe. S. 68.