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1 (1868)
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in unsre Zeit herüberreichen konnte, während die Namenseiner Kunstgenossen in ihrer Eigenschaft als Instrumental-Componisten mehr und mehr der Vergessenheit anheimge-fallen sind.

Diesen beiden Sammelwerken folgten im Jahre 1764zu Berlin bei Winter die 1762/64 geschriebenen III. So-natine per Cembalo concertato, 2 flauti traversi, 2 Violini,Violetta et Basso.

Die Bezeichnung Sonatine ändert in der allgemeinenEintheilung und in dem sonatenartigen Charakter derStücke nichts. Die Instrumente dienen theils zur Ver-stärkung von Melodie und Harmonie, theils sind sieorchestermässig, ausnahmsweise hie und da auch obligatbehandelt.

Eine alte Zeitschrift enthält bei Gelegenheit ihrer Be-kanntmachung ') folgende Bemerkungen:Man kann mitGrund voraussetzen, dass die Schreibart und die Gestaltdieser concertirenden Sonatinen schon aus den beiden vor-hergegangenen bekannt sei; denn wir würden einen nach-theiligen Schluss auf den Geschmack eines Musikliebhabersmachen, wenn er die brillanten und rührenden Schönheiteneiner Bach'sehen Composition dem gefirnissten Glänzeeiniger neuen Mode-Componisten nachsetzen, oder sie nichtwenigstens eben so gern besitzen wollte, als jene. Es wäreeine wahre Versündigung am guten Geschmack in derMusik, und an der eigentlichen Art, das Ciavier zu spielen,wenn man sich nicht alle Arbeiten dieses grossen Meisterswollte zu fieissiger Uebung empfohlen sein lassen. Immerreich an Erfindung, gefällig und feurig in den Melodien,prächtig und kühn in der Harmonie kennen wir ihn schonaus hundert Meisterstücken, und kennen ihn noch nichtganz; ein Vorrecht, das die nicht verschwenderische Naturnur wenigen glücklichen Genien verliehen hat, dass sie

!) Wöchentliche Nachrichten über Musik (von Hill er). Leipzig1766. S. 35.