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hätte Bach in die Vorrede zu diesen Sonaten folgendenSatz einfügen sollen: „Die harmonische Ausfüllungderjenigen Stellen, in denen die Accorde nichtangegeben sind, die aber gleichwohl bei der ein-fachen Ausführung der geschriebenen Noten zuleer klingen würden, ist Sache dos Spielers." Erhat diesen Satz nicht aufgenommen, weil er dessen Inhaltoffenbar für selbstverständlich gehalten hat.
Es ist bekannt, dass die alten Contrapunktisten, derenSchule Bach entsprossen war, sich keineswegs mit dermageren und dünnen Begleitung begnügt haben, die manhie und da in der Instrumentirung ihrer Tonstücke findet.Sie verlangten vielmehr überall eine sehr volle Harmonie,welche nach der besonderen Sitte der Zeit durch die be-gleitenden Instrumente am Ciavier oder durch die Orgelgeleistet wurde. Nun handelt es sich keineswegs um irgend• eine Veränderung in der Composition, um Einfügung selbst-ständiger Mittelstimmen, um ein harmonisches GeAvebe, dasim Stande wäre, den klaren Gang der Melodie und dersich an sie knüpfenden Gedanken zu unterbrechen oderzu verdecken, sondern lediglich um eine begleitendeHarmonie-Ausfüllung, Avelche die zwischen Melodieund Bass so oft bemerkbar Averdende Leere decken soll.
manchen an die orchestrale Fülle der Clavierbehandlung Gervöhntonvoraussichtlich sehr vermisst werden.wird. Wo Bach —nach seinerWeise — massenhaftes Accordwesen haben will, hat er es hinge-schrieben; avo es nicht steht, will er es auch nicht haben. Grossen-theils sind diese Compositionen wie Duette anzusehen, für eine molo-dieführende und eine begleitende Stimme; drei- und mehrstimmigeBehandlung wird häufig genug gebraucht, avo der Gedanke sie zuverlangen schien. Die Einfachheit ist Absicht so gut Avic die Voll-stimmigkeit. Unsre Avoit fortgeschrittene Technik lässt uns allerdingsVieles ungehindert auch bei grösserer Harmonienfülle herausbringen,Avas damals scliAver, ja unmöglich Avar; aber Avir müssen, wenn Aviraus der Geschichte lernen Avollen, die geschichtlichen Erscheinungennehmen wie sie sind, nicht Avic Avir sie heute Avünschen. So warauch Bach nicht zu arrangiren, sondern in seiner Art durchaus zubelassen.