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1 (1868)
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phonen Gestaltung und in der Verarbeitung und Ausnutzungder Motive deutlich die Schule des damals noch lebendenVaters. Dagegen sind die Gedanken durchweg melo-discher und eingänglicher als in der Friedrich II. ge-widmeten Sammlung und von einem gewissermassen mo-dernen Charakter. Sie bilden in ihrer eigenthümlichenMischung von Schule und Fortschritt ein sehr interessantesMittelglied zwischen dem alten und dem Style der späterenZeit.

Reichardt sagt von dieser wie von der vorhergehen-den Sammlung: 1 )Keine Instrumentalmusik war bis dahinerschienen, in welcher eine so reiche und doch wohl-geordnete Harmonie mit so edlem Gange vereinigt, so vielSchönheit und Anordnung bei solcher originellen Bauartherrschte, als in den ersten beiden in Nürnberg gestoche-nen Sonaten - Werken und den ersten Concerten diesesMeisters; denen die folgenden conventionelleren, so schön,so reichhaltig, so original sie auch immer sein mögen, nurin einzelnen Sätzen gleichkommen." Weist Reichardt so-mit beiden Sammlungen eine sehr hohe Stufe an, so ver-kennt er doch, dass wenn Emanuel Bach auf demhier eingeschlagenen Wege geblieben wäre, er im Wesent-lichen nur den alten Styl weiter cultivirt haben und inetwa dieselbe Stellung zur Kunst eingetreten sein würde,die die Nachwelt seinem weniger glücklichen BruderFriedemann zuerkennen muss. In jedem Falle gehörendiese Sonaten in der eigenthümlichen Art ihrer Erschei-nung, wenn sie auch in gewissem Sinne altmodisch ge-kleidet sind, zu den merkwürdigsten Arbeiten, die dasvorige Jahrhundert für das Ciavier hervorgebracht hat.Der Spieler, dem es auf reiche Gedanken, geniale Zügeund auf eine Fülle feiner Combinationen und harmonischenReichthums ankommt, wird sich ihnen mit wahrhaftemGenuss hingeben.

b Musik. Almanach von 17%.