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1 (1868)
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Bahn neuer Schöpfungen, deren die gebildete Welt harrte.Schon die Zeitgenossen aus Bach's Periode gewöhn-ten sich daran, mit bewunderndem Erstaunen zu dem bewährten Meister aufzublicken. Er hatte es, der erste un-ter allen bekannt gewordenen Musikern gewagt, populaireMusik zu setzen, populair in dem besseren Sinne desWortes. Er hatte zugleich gewagt den Humor in dieMusik einzuführen, und das alles für ein Instrument, dasden weiteren Kreisen der Liebhaber wie der Kenner zu-gänglich war. Er hatte dies gethan, ohne deshalb denkünstlerischen Inhalt, die G ediegenheit der Form und desSatzes aufzugeben. Darum wirkten seine Clavicr-Com-positionen, um die sich gewissem)assen der ganze übrigeInhalt seines Lebens gruppirt, sehr bald wie electrischzündende Funken. Oder was wäre es anderes gewesen,was J. Haydn so lebhaft angeregt hatte, dass er noch inseinem Greisenalter sein Bekanntwerden mit den ßach'-schcn Clavier-Sonaten als einen Wendepunkt für seinekünstlerische Entwickelung bezeichnet hat? Es war etwaim Jahre 1748'), als er, damals 16 Jahre alt, aus demKapellhause entlassen, ein armseliges Dachstübchen zuWien bezog, um sein Leben durch Mitspielen bei Nacht-Musiken und in den Orchestern zu fristen. Er übtesich fleissig in der Composition.Wenn ich an meinemalten, von Würmern zerfressenen Claviere sass, beneideteich keinen König um sein Glück." Damals war es, alsihm die ersten 6 Sonaten von Emanuel Bach (muthmass-lich die 1742 erschienenen und Friedrich dem Grossengewidmeten, vielleicht auch die Würtembergischen Sona-ten) in die Hände fielen.Da kam ich nicht mehr vonmeinem Olaviere hinweg, bis sie alle durchgespielt waren,und wer mich gründlich kennt, der muss finden, dass ichdem Emanuel Bach sehr vieles verdanke, dass ich ihnverstanden und fleissig studirt habe. Emanuel Bach

P Griesinger, biographische Notizen über J. Haydn, S. 12.