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1 (1868)
Seite
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Hess mir auch selbst einmal ein Oompliment darübermachen." Und Haydn blieb dieser Verehrung treu. Manmag seine Olavier-Sonaten betrachten von welcher Seiteman will, man findet in ihnen die Bahn genau inne ge-halten, die Emanuel Bach dieser Kunstform aufge-prägt hatte, ja man findet viele derselben in Schreibartund Charakter dessen Ciavierstücken vollkommen ähnlich.Auch hielt sich Haydn, der Veranlassung hatte EmanuelBach für seine theoretischen Studien dankbar zu sein,selbst noch in seinen späteren Lebensjahren mit des-sen neueren Compositionen in Verbindung. In einemBriefe, den er am IG. Februar 1788, dem letztenLebensjahre Bach's, an Artaria in Wien schrieb, bitteter diesen, indem er ihmfür überschiicktem kostbaremKäs und für Würste" dankt zugleich:Nächstdemauch ihm die letzten 2 Werke für das Ciavier vonE. P. Emanuel Bach zu übersenden" 1 ).

Wenn man auf die in den deutschen Landen durchnahe ein halbes Jahrhundert hin weit verbreitete Uebcr-zeugung blickt, welche in Emanuel Bach den Vater desmodernen Ciavierspiels ehrte, und wenn man die Leistungenund Erfolge derjenigen betrachtet, die zu gleicher Zeit mitihm in Lehre und Schrift, in Theorie und Praxis für dieMusik gewirkt haben, wenn man dann dem Aufschwüngeeinige Aufmerksamkeit zuwendet, den mit und seit ihm diemusikalische Bildung nahm und mit dem er fortlebte undfortscliritt, dann muss man zu der Ueberzeugung gelangen,dass Bach's Lehre, mehr noch das Studium und dieUebung seiner zahlreichen und so überaus anziehend wiefür Jedermann spielbar geschriebenen Ciavierstücke dieAusbildung und Vervollkommnung zahlreicher Musiker ge-fördert haben müsse. Denn es gab in jener ganzen Zeitausser ihm und dem ganz andere Bahnen verfolgenden Dom.

i) Nohl, Künstlerbriefe, S. 102. Mit den bezeichneten Wer-ken sind offenbar die letzten Hefte für Kenner und Liebhaber gemeint.