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1 (1868)
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Stellt man dieser ausserordentlichen Thätigkeit deninneren Werth der Ai-beitcn gegenüber, so steigt ihre Be-deutung. Zwar findet man in ihr zunächst EmanuolBach noch in dem Gange, den ihm die Schule des Va-ters angewiesen hatte; aber man erkennt auch, dass erdie Bahn seiner Vorgänger sehr bald mit sicherem Bc-wusstsein verlässt. Die schönen und bedeutungsvollen Er-folge des polyphonen Styls, in denen er selbst begonnenhatte seine Schwingen für den weiteren Flug zu prüfen,werden von ihm aufgegeben. Aber nicht zerschlagen warddie Form, in welcher er begonnen hatte den Inhalt seinesGeistes darzulegen. Sie wurde von Grund aus erneuert,für grössere Erscheinungen, für eine neu belebte Gestal-tung des innersten Wesens der Musik vorbereitet.

Der polyphone Styl hatte seinen Gipfelpunkt in Se-bastian Bach erreicht. Darüber hinaus war ein Neuesauf dem alten Wege nicht mehr möglich. Das eigen-sinnige Verfolgen jener Richtung würde zur Verknöche-rung, zur Versumpfung geführt haben. FriedemannBach, der grosse, wie Wenige begabte Contrapunktist,der auf jenen Wegen weiter wandeln wollte, ist darüberzu Grunde gegangen und Kirnberger wie Marpurg,diese sich feindlich abstossenden Charaktere, würden ver-gessene Männer sein, wenn ihnen nicht die Vortrefflich-lichkeit ihrer theoretischen Schriften die Pforten für dasGcdächtniss der Nachwelt offen gehalten hätte.

Emanuel Bach, als Theoretiker jenen überlegen,trat mit kühnem und freiem Geiste in die neue Musik-Epoche über, deren Blüthe in das letzte Fünftheil desvorigen Jahrhunderts fällt. Wie Sebastian Bach undHändel für den Kirchenstyl und das Oratorium, Gluckfür die Oper, so eröffnete er für die Clavier-Musik jene

schiedenen Bearbeitungen nicht mit enthalten, denen Bach eine grosseAnzahl seiner Ciavierstücke unterzogen, indem er sie für andereInstrumente und zu Trio's, umgearbeitet hat.