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Könige wusste er einen vorzüglichen Cembalisten zuschaffen, wie dieser ihn nur wünschen konnte. Ihm selbstaber musste daran gelegen sein, seine Stelle auf dieseWeise ohne Verlegenheit für die Königlichen Concertcbesetzt zu wissen, für den Fall dass er den Dienst desKönigs verlassen sollte. Denn seine Bestrebungen warenwohl schon zu dieser Zeit darauf gerichtet, dermaleinst ineine freiere, selbständigere künstlerische Stellung übertre-ten zu können. Dass er Fasch in Wohnung und Kostnahm, ist jedenfalls ein Zug, der ihn als den Sohn einerFamilie von Musikern alten Schlages charakterisirt, in derfür alles was der Kunst angehörte, eine gewisse Gegen-seitigkeit und Gemeinschaftlichkeit der Interessen selbst-verständlich war.
Der König war bald an Fasch's Accompagnementgewöhnt. Bach war ein grosser Künstler, und gewiss dererste Accompagnistj der damals überhaupt existirte. Aberdas immerwährende Wiederholen derselben Stücke hatteihm Ueberdruss gemacht. Dies gab sich darin zu erken-nen, dass er in denjenigen Stellen, in denen sich derKönig, seinem Gefühle nachgebend über den Takt hin-wegsetzte, oder wo er im Allegro bei schwierigen undeinen langen Athem erfordernden Passagen den Mangelan Fertigkeit mit willkührlichem Ausdruck zu verdeckensuchte, nicht nachgiebig genug war. Der König empfanddies. Die Folge davon war, dass er Bach wenigerschätzte, als dieser es verdiente.
Fasch dachte und handelte hierin anders, zur grossenZufriedenheit des Königs. Um so mehr lag es in Bach'sInteresse, ihn in seiner Stellung zu erhalten. Indess auchFasch, so sehr er dem Könige persönlich ergeben war,scheint doch das Schwierige und Abhängige derselbenempfunden zu haben. Nach dem 7jährigen Kriege wares seine bestimmte Absicht, seine Entlassung zu fordern.Man wird weiter unten sehen, in welcher Weise Bach ihndaran vei'hindert hat.