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1 (1868)
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Fürsten Dienste zu leisten hat, der selbst Virtuose vonRang, Tonsetzer und Kunstkenner von grosser Bedeutung,in der Weltgeschichte den stolzen Rang Friedrich's desEinzigen einnimmt.

Bach's dienstliche Stellung war daher eine jedenfallsschwierige, zeitraubende und bisweilen angestrengte, zumalder König seine bleibende Residenz keineswegs in Berlinhatte, sondern sich vielfach und mit Vorliebe in Potsdamund Sanssouci und, xvie oben bemerkt worden ist, auchin Charlottenburg aufhielt. Dass Bach aber die Ehre,Cembalist des grossen Königs zu sein, sehr wohl zu schätzenwusste, ergiebt sich daraus, dass er noch in späteren Jahrenbei Skizzirung seines Lebens als des einzigen Detailsund zwar mit einem gewiss gerechtfertigten Stolze desUmstandes gedenkt, dass er dem Könige nach dessen Re-gierungsantritt das erste Flötensolo, und zwar allein (d. h.ohne Orchesterbegleitung), am Flügel accompagnirt habe.

Neben Bach war noch ein zweiter Cembalist in derKöniglichen Kapelle angestellt. Als solcher soll zunächstSchale fungirt haben 1 ), von dem einige Clavier-Compositionenbekannt geworden sind. In dem Etat von 1744 kommt seinName nicht vor, da eine Verwechselung mit dem unterNo. 2 mit einem Oehalt von 200 Thlr. angeführten Schaulenicht wohl angenommen werden kann. Er wird daher erstspäter auf den Etat gebracht worden sein 2 ). Dieser zweite

0 Schneider, Geschichte der Berliner Oper, S. 71, nach Angabeeines alten Manuscripts.

s ) v. Ledebur bezeichnet ihn in dem Berliner Tonküristler-Lexicou (S. 498) als Violoncellisten. Indess wurde er 1764 Dom-Organist, muss also Orgel- und Clavierspieler gewesen sein. Diesbezeugen auch dieWöchentl. Nachrichten über die Musik inLeipzig 1766", S. 79, wo von ihm gesagt wird, dass er Ciavier undOrgel sehr gut gespielt und für beide Instrumente sehr viel schönesgesetzt habe. Er war 1713 zu Brandenburg geboren (f 1800 zu Berlin)und ein Schüler Rolle's, hatte in Halle die Rechte studirt und warzuerst 1753 als Violoncellist in die Kapelle des Markgrafen Heinrichzu Schwedt getreten, von wo aus er 1742 in die Kgl. Kapelle über-ging.