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1 (1868)
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des Königs beizuwohnen 1 ),war gewohnt, 5 Mal täglichauf der Flöte zu blasen. Noch gegen Abend pflegte erdie G oder in den letzten 10 bis 15 Jahren die 3 bis 4Ooncerte, die er am Abend mit seinen Kammermusikernblasen wollte, vorher zu üben, so dass diese, wenn sie imVorzimmer warteten, ihn die schweren Stellen, die sie ihmaccompagniren sollten, in seiner Kammer üben hörten."Bach's Dienst erforderte also eine fast tägliche Anwesen-heit von mehreren Stunden. Doch lag die Schwierigkeitdesselben weniger in der regelmässigen Zeitbestimmung alsin der Ausübung selbst.

Es ist bekannt, dass, ein so grosser Künstler der Königim Adagio war (und Fasch durfte von ihm rühmen, dassunter allen Virtuosen von Rang, die er gehört, sein FreundBach, Franz ßenda und König Friedrich IL dasrührendste Adagio vorgetragen hätten' 2 ), er sich dochnicht überall streng an den Takt hielt, und dass ihmdie schnellen Sätze nicht selten Schwierigkeiten berei-teten. Es gehörte daher grosse Aufmerksamkeit undUebung dazu, ihm in dem Accompagnement am Flügel,auf dem damals der Zusammenhalt der mehrstimmigenMusikausführungen beruhte, zu folgen 3 ). Auch ist es be-kanntlich ein Anderes, ob man in dem gewöhnlichen Gangeder Verhältnisse Musik treibt, oder ob man hiebei einen

1) Reichardt, Kunst-Magazin. 1791. S. 40.

2 ) Zelter, Biographie Fasch's. S. 47.

s) Reichardt (Musikal. Almanach, 179G) erzählt, dass der König,wenn er aus dem Takt gekommen war, selbstmit Macht" Takt zuschlagen pflegte. Ein begeisterter Zuhörer desselben habe einst zuEmanuel Bach, der bei einer solchen Gelegenheit accompagnirthatte, indem er das Spiel des Königs gelobt, ausgerufen:Und wieviel Takt!" worauf Bach (in der ihm gewöhnlichen satyrischenWeise) geantwortet habe:Ja, vielerlei Takt!"

Eine ausführliche und höchst interessante Beschreibung eines derKammer-Concerte Friedrich's des Grossen aus dem Jahre 1773,in welchem der König 3 Fiöten-Concerte von Quantz gespielt hatte,findet sich in Burney's musikal. Reise-Tagebuch Th. III. S. 104 ff.