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wegs in der Lage, über grosse Summen verfügen zu kön-nen. Und obsckon auch dort Kammer-Concerte zu denregelmässigen Unterhaltungen seiner Mussestundcn gehörten,so war seine Kapelle doch nur von geringerem Umfange.Ihr gehörten damals an: Graun, (seit 1735) Franz undJohann Benda, Schardt, Blume, Gruner als Violi-nisten, Ilock als Violoncellist, Janitsch für das Lauten-Violon, Pctrini für die Harfe, Baron für die Theorbe,Reich für die Bratsche, Horschitzky für das Waldhornund Schaffrath für den Flügel 1 ). Da letzterer in demEtat pro 1742 nicht mehr vorkommt, so ist es wahrschein-lich, dass Bach in dessen Stelle getreten ist. Es istübrigens bekannt, dass Friedrich grade in dem letztenRegierungs-Jahre Friedrich Wilhelm's I. (1739) viel-fach durch auswärtige Geschäfte und durch die Begleitungdes Königs auf einer Reise durch Preussen in Anspruchgenommen war. In diesen Umständen wird der Grundder nicht sogleich erfolgten festen Anstellung zu suchensein. Man würde selbst vermuthen können, dass Bachzunächst nur das Versprechen einer Anstellung erhaltengehabt und dass die Zahlung des Gehalts erst mit demRegierungs-Antritte des Königs begonnen habe.
Dem steht indess die Aeusserung seiner Selbstbiographieentgegen, „dass er die Gnade gehabt, das erste Flötensolo,was Friedrich als König gespielt, in Charlottenburg mitdem Flügel ganz allein zu begleiten." Dieser Umstandspricht dafür, dass die unvermuthete Berufung in denDienst des Kronprinzen vom Jahre .1738 bindender Naturgewesen ist. Mit welchen Empfindungen mag der jungeKünstler sich damals vor dem Könige an den Flügel ge-setzt haben, um ihm die ersten Dienste in einer Kunst zuleisten, die in dieses grossen Fürsten wunderbaren Lebens-gang wie Sonnenschein durch dunkle Wolkengebilde her-niederblicken sollte.
9 Schneider, Geschichte der Berliner Oper. S. 51.