Amtes gewaltet, kenne ich; ich weiß die Unermüdlichkeitnnd den Eifer, mit dem dn die Seelen der Armen nndKleinen am Geiste zu mir geführt, ich weiß, wie dn siezurechtwiesest, daß mein Wort eine Leuchte für sie seinkonnte. Siehe, meinen Namen hast dn an ihnen verklärt.Ja alles, was dn an einem dieser Kleinsten gethan hast,das hast du mir gethan.
Und der Herr sieht dann an, was sein Diener nochgethan hat zu Ehren seines Reiches und spricht ein Wortüber die Thätigkeit, die der Verewigte entfaltet hat anseinem Gebiete, wo er weiteren Kreisen bekannt gewordenist. Wir wissen ja, wie es seine tägliche Speise war,geistig schaffen zu müssen; wir wissen, wie er den Ge-danken Gottes nachgeforscht und seine Betrachtungen darüberin Lied, kurzem Wort und größerer Schrift niedergelegthat. Wie manche Seele mag sich nicht erbaut haben andem warmen, von Herzen kommenden und zu Herzengehenden Ton, wie manche fricdsame Frucht der Gerechtig-keit mag sein Thun auf diesem Gebiete nicht gebracht haben.Da sieht der Richter seine Schriften an und sagt: Ichweiß deinen Glauben, der in deinen Werken ist; das alleshabe ich in das Buch des Lebens geschrieben. DeineArbeit soll nicht umsonst gewesen sein; mag auch die Fruchtvor den Augen der Welt verborgen bleiben, meine Augensehen die Früchte; denn jedes gute Werk um meinetwillengethan, jedes gute Wort um meines Namens willen ge-sprochen oder geschrieben soll Frucht der Ewigkeit bringen.
Zuletzt sieht Gott auf den müden Erdcnpilger in seinenletzten Lebensjahren, wo Krankheit und Gebrechen aller Artihn oft wochenlang an das Krankenlager fesselten, wo derGeist noch so schaffensfrendig war wie sonst, wo aber derLeib den Dienst oft versagte. Da zeitigte der Glaube seineköstliche Frucht. Der HErr spricht: Ich weiß deine Geduld.Mit christlicher Ergebenheit trug der Greis das Kreuz, dasGott ihm auferlegte, ohne Murren nahm er auch dasTrübe aus der Hand, die ihm so viel Liebes beschcert,wohl wissend, daß Gottes Hand eine segnende ist und