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äußern Glanz und Gütern des Glückes, aber reich in Gott»nd göttlichen Dingen. Doch wie der Entschlafene in derSchrift heimisch war und unter die Schrift sich stellte, somöge er auch von daher, nicht von uns sein Urtheilempfahen. Mich dünkt, es träfe das am besten zu, wasgeschrieben steht
Offenbarung St. Johannis 2, 19:
Ich weiß deine Werke und deine Liebe und deinenDienst und deinen Glauben und deine Geduld, und daß duje länger je mehr thust.
Wir müssen alle offenbar werden vor dem RichterstuhleChristi; so erscheint auch der Entschlafene daselbst. Waswird der Herr sagen? Er weist hin aus das Haus seinesDieners und spricht: Ich weiß deine Werke, ich kenne dieEinfachheit und die Wahrheit, die deines Hauses Regelwaren; ich weiß, daß du Gottesfurcht und fromme Sittedeinen Kindern eingepflanzt hast. In deinem Hause warmein Altar aufgerichtet, wo das heilige Feuer der Liebezu mir brannte, und von dem der Weihrauch des Gebetsunablässig zu mir emporstieg. Ich kenne die Sorgfalt unddie Treue, in der du die Deinen auf betendem Herzen trugstund siehe, ihre Trauer und ihre Thränen bekunden, wasdu ihnen gewesen bist.
Aber das Haus des Entschlafenen, seine Familie warnoch größer. Gott hatte ihm noch andere anvertraut, überdie er Vater sein, an denen er Vaterstelle vertreten sollte.Er war Waiscnvater und hat damit ein schönes, freuden-volles, segensreiches Amt gehabt. Denn welches Amt istherrlicher als das, der Kindesscele das Bild des Heilandeseinzuprägen, den Kiudessinn empfänglich zu machen für dasGute und Schöne, das Kindesherz nach den Himmel zurichten. Aber dies schöne Amt ist zugleich ein beschwer-liches, mühevolles, das wie kein anderes völlige Hingabe,Liebe und Treue, und am meisten Zucht an sich selbsterfordert. Was wird wohl der Herr sagen, wenn er seinesDieners Amtsführung besieht? Wird es nicht heißen: Ichweiß deinen Dienst? Deine Treue, mit der du deines