Druckschrift 
3 (1893) Vom Jahre 1879-1893
Entstehung
Seite
324
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Mit einem Wort: er war ei» Pädagog, Hansvater undGelehrter, den man lieb gewinnen mußte, wenn man einentieferen Blick in sein Herz gelhan hatte.

Möge sein Lehen und sein Streben gebührend ge-würdigt werden!

Schlußwort-

Und ist es uns hieniedcnSo öde, so allein,

O laß in deinem FriedenUns hier schon selig sein.

Mußte schon Hiob klagend von des menschlichen LebensNichtigkeit sprechen: Der Mensch vom Weibe geboren lebetkurze Zeit und ist voll Unruhe, gehet auf wie eine Blumeund fällt ab, fliehet wie ein Schatten und bleibet nichtso gilt dies Wort ganz besonders von der Geschichte unsererFamilie. Was aber Gottes Gnade in unserer Lebenszeitan uns Gutes gewirkt, worin wir uns etwa unseren Mit-menschen nützlich machen, und wenn er uns, gleichwie unsereVäter, auf dem rechten Wege führt und seine Hand überuns hält, daß wir nicht abirren oder straucheln, sollen wirdas nicht mit Lob und Dank gegen den treuen Gott aner-kennen? Geschlecht auf Geschlecht ist vergangen, Vaterund Mutter haben mich verlassen, ich bin der Letzte meinesStammes. Mit mir wird, wenn es der Herr in seinemuncrforschlichen Rathe nicht schon anders beschlossen hat vor Menschenaugen ist's verborgen unser Geschlechtzu Grabe getragen. Etwas von diesem Schmerz desLetzten ist die Grundstimmung meiner Seele geworden.Wir haben nicht darnach zu fragen, warum Gott dieGeschlechter aussterben läßt. Ein Geschlecht vergeht, dasandere kommt, sagt der Prediger Salomo. Gottes Wegesind nicht unsere Wege. Wenn wir das festhalten, daßuns alles zum Heile dient, dann muß wohl auch dieseFügung Gottes gut sein.