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3 (1893) Vom Jahre 1879-1893
Entstehung
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Was ihm gefällt, mit Preis und Dank.

Er lenkt's mit seiner Gnadcnhand,

Bis er uns fährt ins ew'ge Land.

So wollen wir ilm denn nnn bitten:

Herr segne ferner unser Haus,

Bleib' du als Freund in uns'rer MittenUnd führ uns sicher ein und ans,

Bis wir znr LnmmcShochzcit gchnUnd ewig deine Lieb' erhöh».

Freundeshand sandte von nah und fern manch Zeichender Liebe zu diesem Tage. Die Neinstedter Brüderschaftschenkte eine große silberne Bibel, die für alle Zeiten einwcrthes Andenken in unserer Familie bleiben wird. EinFestmahl, gewürzt mit heiteren und ernsten Gesprächen undErinnerungen, beschloß den Tag. Nüstig und in besterKraft hatten ihn die Jnbilare verlebt, so daß die An-wesenden der Hoffnung Ausdruck gaben, es möge demJubelpaare vergönnt sein, dereinst das Fest der goldenenHochzeit feiern zu dürfen. Aber wie ist doch alles so ganzanders gekommen!

Mit heißen Dankgebeten ging das alte Jahr zu Ende,und schon im folgenden Jahr

1880

zeigte es sich, daß Gottes Gedanken nicht unsere Gedankenund seine Wege nicht unsere Wege sind.

Drei Waisenkinder erkrankten am Scharlach, doch nachlangen bangen Wochen der Sorge schenkte ihnen Gott ihreGesundheit wieder.

Schon in diesem Jahre fing unsere liebe Mutter zukränkeln an. Sie, die vorher so rüstig und in jugendlicherFrische ihren schweren Dienst in der inneren Mission mitfröhlichem Herzen verrichtet hatte, fühlte nun, daß die besteZeit ihres Lebens hinter ihr lag, und daß nun nach GottesWillen die Tage kommen würden, von denen wir sagen,sie gefallen uns nicht. Zn Zeiten an's Bett gefesselt, dannwieder ihrer gewohnten Thätigkeit nachgehend, hat sie wohldas Kreuz, das der liebe Herr ihr auferlegte, still und