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3 (1893) Vom Jahre 1879-1893
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bleibt, auch dann, ja gerade dann, wenn sie schwer aufuns liegt.

Und so faßt sich denn das Urtheil über unfern theurenEntschlafenen in Christi Wort zusammen: Ei, du frommerund getreuer Knecht, du bist über Wenigem getreu gewesen,ich will dich über Vieles setzen, gehe ein zu deines HerrnFreude!

Liebe Christen! Bin ich etwa ins Rühmen undLoben hineingerathen? Ich weiß es wohl, daß mensch-liches Loben am Grabe nichts bedeutet, wo auch derFrommste und Beste von sich bekennen muß, daß der Todder Sünden Sold ist. Und wenn der Entschlafene meineWorte hörte, so würde er sicherlich sagen:Was dn dasprichst, das gebührt mir nicht, oder wenn's zutrifft hierund da, dann ist's nicht mein Verdienst, sondern GottesGnade." Ja Gottes Gnade ist's allein, durch die wir voll-bringen, was wir vollbringen; was wir sind, sind wirdnrch sie; was wir thun und können, das stammt nichtaus uns, sondern ans der Gnade. Diese Gnade war inreichen Maße mit dem Verstorbenen. Und so soll's dennauch an diesem Grabe wie an jedes Christen Grabe rechtsein: Nicht den Menschen loben, aber Gottes Gnade rühmen,die ein schwaches Menschenkind zu seinem Werkzeuge sichziehen kann. Darum wollen wir den Verewigten sprechenlassen:Herr, du kennst meine Werke, worin ich dir ge-dient habe, aber du weißt auch meine Jrrthümer und Ver-säumnisse dabei, ich war ja auch ein Mensch, der irrenund fehlen kann. Was fehlerhaft und mangelhaft anmeinen Werken ist, das schreibe auf meine Rechnung, wasaber gut daran ist, das hast dn gethan." Dieser unserBruder hat eben nichts anderes sein wollen, als ein armerSünder, der auf Gottes Gnade augewiesen war. Gnadewar überhaupt sein Lieblingswort. Darum, nicht seineWerke, seine Liebe und sein Dienst machen ihn selig, aber,wie wir gewiß hoffen dürfen, Gottes Gnade, die mit ihm war.

Ihr nun, liebe Angehörigen, trauert nicht als solche,die keine Hoffnung haben, lasset in eure Trauer einen

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