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3 (1893) Vom Jahre 1879-1893
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Herz und Auge noch einmal weit, und den Kindern theiltder scheidende Vater gern noch einmal seines Lebens Gangmit zum steten Gedenken, ehe Ange und Mund sich fürimmer schließen:

Es ist ein Segen, wem Gott fromme Eltern bescherthat. Dieser Segen erbt fort bis ins hundertste Glied.Darum ehre Bater und Mutter, auf daß ihr Segen überdich komme. Das Gedächtnis; der Gerechten dauert fortund wirkt stets Gutes.

Mit unserm Vater den letzten Gang zu thun, habenwir uns schweren Herzens gernstet, und mit uns eine zahl-lose Menge der Einwohner unseres Ortes, der Verwandtenund Freunde dieses lieben Mannes. Von nah und fernhatte man uns Zeichen der Liebe und des Trostes gesandt,aber wenn der Herr unser Herz nicht tröstet, so will mensch-licher Trost wenig verfangen.

Am 1kl. März, Nachmittags 3 Uhr, standen wir traurigam Grabe des Geschiedenen, der uns nun so ganz alleingelassen. Wohl preisen wir selig, die erduldet haben, aberwie gern hätten wir uns ihrer hier noch erfreut. Wirmüssen auch hierin Gottes treue Vaterhand erkennen. Dieirdische Hülle des müden Pilgers wurde ins Grab gesenkt,und der Geistliche hielt am Grabe eine Rede, die nichtbesser den Sinn und das treue Wirken des Heimgegangenenschildern konnte. Sie ließ in den Herzen seiner Freundeeinen tiefen Eindruck zurück.

Grabrede:

Liebe Christen, insonderheit liebe Leidtragenden!

Wir stehen hier am Grabe eines Mannes, dessenHeimgang nicht nur seine Angehörigen in tiefste Trauerversetzt hat, sondern auch in weitern Kreisen innige Teil-nahme erweckt. Der Herr hat seinen Diener widerErwarten plötzlich abgerufen, hat es mit ihm gemacht, wiees im Gleichniß heißt: Nun rufe den Arbeiter und giebihm seinen Lohn.

Wir bestatten ein reiches Leben zur Ruhe, reich freilichnicht in dem Sinne, was die Welt reich nennt, reich an