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3 (1893) Vom Jahre 1879-1893
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denn Frauenliebe." Niemand als Gott und ch allein weiß,wie viel ich an dem Entschlafenen verloren. Sein Verlustkann mir n i e wieder ersetzt werden. Denn ich werde michnie wieder an einen Menschen so geistig vertraut anschließen,keinem so mein Herz öffnen, von Niemandem den Trostund die Liebe erfahren, als von meinem seligen Vater.

So lange ich hier auf Erden bin, will ich mein Werktreu ausrichten, wie es mein Vater auch gethan, ohneallen Eigennutz, aber dann freue ich mich auch, heimzu-kommen.

Laßt mich gehen, laßt mich laufen

Zn dem Hänfen

Derer, die des Lammes Thron

Nebst dem Chor der Seraphinen

Schon bedienen

Mit dem reinsten Jnbelton.

Von der Erde und dem Irdischen sich zu trennen, istmeinem Vater wohl nicht schwer geworden, wenn er auchwohl gern noch längere Jahre bei den Seinen und zurVollendung seiner Arbeiten hier verweilt hätte. Von denvergänglichen Freuden der Erde hatte er sich schon längstlosgesagt, oder daß ich es besser ausdrücke er hatsie nie lieb gehabt, eingedenk des Wortes 1. Joh. 2, 15.Er meinte es eben wirklich ernst mit seinem Christcnthum,deshalb kam ihm nie etwas Irdisches störend in den Sinn.Wohl konnte er in gesunden Tagen heiter und fröhlich sein,aber nur wie es sich einem Christen ziemt, der ans derReise zum Vaterlande ist.

Gleichsam als ahnte er schon seinen Abschied, hat ermir in den letzten Tagen seines Lebens viel ans seinerJugend in Nordhausen, von dortigen Verhältnissen undvor allem von der schweren körperlichen Arbeit, die er dortmit meinem Großvater zusammen gethan, erzählt. Es istwohl oft so, wenn der Tag sich zu Ende neigt, dann richtensich die Gedanken noch einmal zum Anfang zurück, dann ziehtnoch einmal des ganzen Tages Freude und Mühe anunserem geistigen Auge vorüber, bis ein sanfter Schlaf einsüßes Vergessen bringt. Auch vor dem Todesschlafe werden