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3 (1893) Vom Jahre 1879-1893
Entstehung
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befriedigende geistige Arbeit bot und auch wohl materiellnicht ohne Erfolg gewesen wäre, wenn ich die Verlags-angelegenheiten einer größeren Buchhandlung übergebenhätte. Damals war ich in technischen Sachen noch nichtso erfahren und umsichtig wie heute. Wäre ich es gewesen,dann wäre jenes Blatt heute eins der ersten seines Ranges,denn damals war noch wenig Concurrenz. Aber es mußdoch wohl nicht nach Gottes Willen gewesen sein, daß ichdas Unternehmen, woran ich und, wie mir zahlreicheKorrespondenzen bewiesen, auch Andere ihre Freude hatten,allein weiterführte. Ein Kapitalist hätte wohl nach mensch-licher Berechnung hier Rath schaffen können. Meine Mittelwaren zu gering, alles auf meine Kosten zu nehmen. Somußte denn das Norddeutsche Journal, leider! sein Er-scheinen einstellen, nachdem 9 vicrzehntägige Hefte, voll desinteressantesten Stoffes, erschienen waren. Die in reicherFülle eingesandten Artikel mußten den Mitarbeitern zurück-gesandt werden. Die Zeitschrift ist dann mit dem vonPaul Heinze in Dresden-Striesen redigirten DeutschenDichterheim verschmolzen.

Unsere einsame, wiewohl ganz angenehme, aber einetüchtige Hausfrau nicht unentbehrlich machende Lebenslagelegte mir die Frage einer Verheirathung zum Wohle desganzen Hauswesens nahe. Nun hatte ich bei meinerDurchreise nach Greifswald und auch schon flüchtig frühereMale meine Cousine Marie Koch, Tochter des LehrersFriedrich Koch in Zechlinerhütte kennen, schätzen und liebengelernt. Diese gedachte ich in unser Haus heimzuführen, soder Herr seinen Segen dazu gab. Ich hielt bei den Elternum ihre Hand an und sie ist mein Weib geworden,treu und brav, und hat sich im Laufe der Zeit in dasganze Anstaltsleben gefunden, daß ich ohne Sorge um denwirthschaftlichcn Bestand des Hauses in die Zukunft blickenkann. Am 27. Decembcr 1887, dem Hochzeitstage meinerEltern und dem Verlobungstage meines Schwagers inBarmen, hielten wir in Zechlinerhütte unsere Hochzeit.Mein Vater hatte leider mitten im Winter die weite Reise