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3 (1893) Vom Jahre 1879-1893
Entstehung
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oben an der Ostsee zurückgedacht an mein stilles Vaterhaus,an die frischen grünen Berge und Thäler der Heimath.Aber die Reue kam zu spät. Ich mußte nun wenigstensein halbes Jahr dort aushalten.

Meinen Onkel, den Lehrer Friedrich Koch in Zechliner-hütte, habe ich damals auch einige Male besucht und inseiner Familie den harten Druck der Fremde vergessen.

Noch ein halbes Jahr mußte ich, um das gesetzlicheTriennium zu absolvieren, die Universität besuchen. Ichbrachte dies mit litterarhistorischcn Studien auf der GöttingerUniversität zu. Da es mir nicht um Erlangung einesAmtes zu thun war, so studierte und forschte ich ledigalles Zwanges mit um so größerem Eifer.

Ostern 1887 verließ ich die Universität und zog indas Gräfliche Waisenhaus zur Stütze meines oft kränkelndenVaters. Und nun folgen Jahre stillen friedlichen Schaffensund Strebens, Jahre gemüthlicher Häuslichkeit und einesherzlichen Verhältnisses zwischen Vater und Sohn, wie esin der Welt wohl selten so schön und innig wieder vor-kommen kann.

Mein Schwager Rudolf Koch wohute nun nach seinerim August 1886 erfolgten Vcrheirathung mit meinerSchwester Wilhelmine als Stadtdiakon in Leipzig. DieHochzeit hatten wir in christlicher Fröhlichkeit gefeiert, nichtohne der zu gedenken, die wohl auch gern diesen Tag derFreude mit uns gefeiert hätte, unserer Mutter.

Meine Schwägerin reiste wieder nach ihrer Heimath,und unser in allen Wirthschaftssachen wohlbewandertes undvon meiner Mutter früher recht gut unterrichtetes Haus-mädchen führte uns die Wirthschaft. Es hat mit GottesHülfe, wenn auch oft mit strengem Regiment, gut ge-gangen. Was Hütte auch mein alleinstehender Vater an-fangen sollen, wenn es sich nicht auf diese Weise gemachthätte? Gott sei Dank, daß das Haus immer noch imSinne meiner seligen Mutter verwaltet wird.

Am 1. Juli 1887 begründete ich hier eine Litteratur-Zeitnng, das Norddeutsche Journal, welches mir eine gute,