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3 (1893) Vom Jahre 1879-1893
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nicht machen können. Auf der Rückreise von der Hochzeitbesuchten wir meinen Schwager und meine Schwester inLeipzig, und kamen dann nach einigen Tagen in derHeimath an.

Am 2. October 1888 schenkte uns der treue Gott eingesundes, kräftiges Mädchen, das schon gleich bei derGeburt unser lieber Vater, da eine Hebamme nicht sofortzur Stelle war, vor dem sichern Tode bewahrte. Es istdies bis jetzt unser einziges Kind geblieben. Mache es derHeiland fromm und gehorsam, fleißig und ordentlich hierauf Erden und einst ewig selig! In der heiligen Taufeerhielt es die Namen Elisabeth, Wilhelmine. Es istgeistig und körperlich sichtbar gediehen und die besondereFreude seines Großpapas gewesen, in dessen Kammer esschlief, der keine Unarten von ihm duldete, der es so unend-lich lieb gehabt hat, daß er mir einst sagte: er freue sich,wenn er sie nur unter den andern Kindern höre; womit ersagen wollte, daß es ihm schmerzlich sei, die gewohnte liebeStimme des Kindes zu vermissen. Er hat das Mägdleingroß gezogen, gehegt und gepflegt, in Krankheiten durchlindernde Mittel ans seiner Hausapotheke gestärkt und mitGottes Hülfe wieder gesund gemacht. Und Gott alleinweiß, wie er dies Kind auf betendem Herzen getragen hat!Wie sorgfältig auch bewahrte er alle ihre Spielsachen, wennes deren etwa zu viel auf einmal wurde, auf und gab sienur bei besonderen Gelegenheiten. Das war auch eineTreue im Kleinen. Und wie hat sich Elisabeth gegrämt,als eines Morgens der Großpapa todt war, als seinfreundliches Auge sie nicht mehr sehen, seine Ohren sienicht mehr hören, sein Mund nicht mehr mit ihr plaudernkonnte! Aber sie weiß, daß er bei Großmama im Himmelist, und daß wir alle, so Gott will, auch einmal dahin-kommen sollen.